Vom 23. bis 26. September 2014 wird der 50. Deutsche Historikertag an der Universität Göttingen stattfinden. Die MitarbeiterInnen und Studierenden des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte, des Althistorischen Seminars, des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, des Instituts für Historische Landesforschung und des Diplomatischen Apparats freuen sich auf die vielen Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, auf die Mitglieder des Verbands der Historiker und Historikerinnen Deutschlands und des Verbands der Geschichtslehrer Deutschlands, auf Studierende und Schüler sowie auf alle an der Geschichtswissenschaft interessierten Besucherinnen und Besucher.

Auf diesen Seiten finden Sie alle Informationen zum Historikertag. Im Historikertags-Blog werden wir regelmäßig über die Vorbereitungen und Planungen berichten.

Die Anmeldung zum 50. Deutschen Historikertag 2014 in Göttingen ist geschlossen. Tageskarten können während des Historikertages vor Ort in Göttingen erworben werden.

 

Öffnungszeiten des Tagungsbüros für Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Dienstag, 23. September 2014:  11.00 – 15.30 Uhr

Mittwoch, 24. September 2014:  8.00 – 18.30 Uhr

Donnerstag, 25. September 2014:  8.00 – 17.30 Uhr

Freitag, 26. September 2014:  8.00 – 18.00 Uhr

 

Wenn Sie sich bereits zum Historikertag angemeldet haben, können Sie Sich auch zu diesen Zeiten im Tagungsbüro akkreditieren und dort Ihre Tagungsunterlagen erhalten.

Download des Programmheftes

Bitte beachten Sie die akktuellsten PROGRAMMÄNDERUNGEN, welche hier aufgerufen werden können.

Die aktuellsten Programmänderungen können Sie hier einsehen.

Letzte Beiträge

  • PROGRAMMÄNDERUNGEN

    Wir haben nun die aktuellsten Programmänderungen für Sie zusammengestellt. Sie finden Sie in einer PDF-Datei, welche Sie jederzeit auch über unsere Startseite aufrufen können.

     

     

  • Visuelle Orientierungshilfen für Ihren Weg zum Historikertag

    Für eine möglichst einfache Orientierung auf Ihrem Weg vom Göttinger Bahnhof zum Historikertag haben wir für Sie die relevanten Wege 3D-animiert. Schauen Sie sich hier bereits vor Ihrer Anreise interaktiv an, wie Ihre Route zum Veranstaltungsort aussieht.

     

     

  • THEMENRAUM OSTMITTELEUROPA

    Ort

    OECONOMICUM, RAUM 1.163

     

    Am Themenraum Ostmitteleuropa beim 50. Historikertag in Göttingen beteiligen sich acht Institutionen, die Ostmitteleuropa, Südosteuropa und Osteuropa schwerpunktmäßig beforschen oder Sammlungsbestände aus diesen Regionen haben. Es sind dies: Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN), Berlin, Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität (ENRS), Warschau, Bayerische Staatsbibliothek (BSB), München, Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Leipzig, Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Regensburg, Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg, Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg, Nordost-Institut (IKGN), Lüneburg.

    An den drei Konferenztagen Mittwoch, 24.9., Donnerstag, 25.9. und Freitag, 26.9. wird es jeweils zwischen 13.30 Uhr und 15.00 Uhr drei halbstündige Präsentationen geben.

     

    Programm

    MITTWOCH, 24.09.2014

    13.30-14.00 Uhr
    Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften (PAN), Berlin / Robert Traba: Bilateralität als neuer Impuls im Umgang mit der „alten”
    Kategorie lieu de mémoire

    14.00-14.30 Uhr
    Europäisches Netzwerk Erinnerung und Solidarität (ENRS), Warschau / Burkhard Olschowsky: „Freedom-Express“ – ein transnationales Ausstellungsprojekt über
    die „friedliche Revolution“ 1989

    14.30-15.00 Uhr
    Bayerische Staatsbibliothek (BSB), München / Norbert Kunz: Vom e-Book zum Themenportal – Formen und Möglichkeiten des elektronischen Publizierens in den Osteuropastudien an den Beispielen ViFaOst und OstDok

     

    DONNERSTAG, 25.09.2014

    13.30-14.00 Uhr
    Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Leipzig / Robert Born: Apologeten der Vernichtung oder „Kunstschützer“?
    Kunsthistoriker der Mittelmächte im Ersten Weltkrieg

    14.00-14.30 Uhr
    Institut für Ost- und Südosteuropaforschung (IOS), Regensburg / Edvin Pezo: Das lange Kriegsjahrzehnt (1911-1923). Zur Bedeutung des Ersten Weltkriegs in Südosteuropa

    14.30-15.00 Uhr
    Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa (BKGE), Oldenburg / Heinke Kalinke: Der subjektive Blick auf das 20. Jahrhundert. Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa in Zeitzeugenberichten

     

    FREITAG, 26.09.2014

    13.30-14.00 Uhr
    Herder-Institut für historische Ostmitteleuropaforschung – Institut der Leibniz-Gemeinschaft, Marburg / Antje Coburger, Agnes Laba: Der Erste Weltkrieg und seine Folgen in den Online-Angeboten des Herder-Instituts für historische Ostmitteleuropaforschung

    14.00-14.30 Uhr
    Nordost-Institut (IKGN), Lüneburg / Andreas Lawaty: Bilder des Ersten Weltkriegs in der Postkartensammlung des IKGN

    14.30-15.00 Uhr
    Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas (GWZO), Leipzig / Agnieszka Gąsior: Bewahren und Präsentieren. Das Schicksal der Czartoryski-Sammlung im Ersten Weltkrieg

     

     

  • Kulturelles Angebot in Göttingen 23.9. – 26.9.2014

    Wer Lust hat, neben dem Historikertag Göttingens kulturelle Seite kennenzulernen, bekommt hiermit eine bunte Mischung von Angeboten, die in dieser Woche stattfinden und für jede Altersgruppe etwas bereit hält. Wer sich in der Woche Geschichte unter darstellerischen Aspekten nähern möchte, kommt in der Theateraufführung „Im Westen nichts Neues“ im Jungen Theater auf seine Kosten. Im Nörgelbuff startet am Mittwoch die Salsa en Sótano –Party und Klassik-Begeisterte, können die Tage in Göttingen am Freitag mit dem Göttinger Synfonie-Orchester ausklingen lassen. Wer über den Historikertag hinaus in der Stadt bleibt, kann das Kurzfilmfestival im Programmkino Lumière vom 26. – 28. September miterleben, welches in Göttingen zum 1. Mal stattfindet. Im Übrigen finden weitere Veranstaltungen statt, deren Besuch sicher lohnenswert ist.

     

    23.09.2014

    • Für Musik sorgt am 23.9.14 der Duoabend mit Heidrun Blase (Sopran) und Gerrit Zitterbart (Klavier) im Clavier-Salon, Stumpfebiel 4, 37073 Göttingen, 19:45 Uhr
    • Theater: „Im Westen nichts Neues“, Junges Theater, Hospitalstraße 46, 37073 Göttingen um 20:00 Uhr

     

    24.09.2014

    • Für Spannung sorgt der Schwedenkrimi von Arne Dahl: „Der elfte Gast“, Universität Göttingen, Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen um 21:00 Uhr
    • Party: Salsa en Sótano, Nörgelbuff, Groner Straße 23, 37073 Göttingen um 22:00 Uhr

     

    25.09. 2014

    • Theater: ”Im Westen nichts Neues”, Junges Theater, Hospitalstraße 6, 37073 Göttingen um 20:00 Uhr
    • Musik: Blues’n’ Boogie Küche – hochkarätiger Blues, Jazz und Rock u.a.mit Gregor Kilian (Piano), Nils Conrad (Drumset) und Dietmar Goretzki (zweites Boogie-Klavier), Exil, Prinzenstraße 13, 37073 Göttingen um 21:00 Uhr
    • Musik: Jazz Session, Apex, Burgstraße 46, 37073 Göttingen um 20:30 Uhr
    • Musik: Open Stage im Stilbrvch am Campus mit der Band magret. aus Trier (Lo-Fi-Indie-Punk) und Bapo aus Trier (Singer/Songwriter-Musik), Stilbrvch, Platz der Göttinger Sieben 7, 37073 Göttingen um 20:00 Uhr
    • Lesung „Alte Liebe rostet nicht“ – Lesung mit Auszügen literarischer Werke zum Thema (u.a. Tucholsky, Brecht und Heidenreich) von Martin Elsbroek und Cramen Barann, Galerie Alte Feuerwache, Ritterplan 4, 37073 Göttingen um 19:30 Uhr

     

    26.09. 2014

     

    Ausstellung

    Im Alten Rathhaus, findet die ganze Woche über eine Bilderausstellung von Kirstine Roepstorff – When You Light A Lantern In The Summer Night Many Things Come Flying statt: Altes Rathhaus, Markt 9, 37073 Göttingen, 11:00 – 17:00 Uhr

     

    Kino

    Lumière, Geismarlandstraße 19, 37083 Göttingen – schönes Programmkino mit einer netten Auswahl an alternativen Filmen und Veranstaltungen
    Cinemaxx, Bahnhofsallee 3, 37081 – die aktuellsten Blockbuster

     

    Kneipen, Bars, Cafés

    Nörgelbuff, Groner Straße 23, 37073 Göttingen
    Schroeders, Jüdenstraße 29, 37073 Göttingen
    Salamanca, Gartenstraße 21B, 37073 Göttingen
    Irish Pub, Mühlenstraße 4, 37073 Göttingen
    Monster-Café, Goethe-Allee 13, 37073 Göttingen
    Nautibar, Theaterstraße 8, 37073 Göttingen
    Mr. Jones, Goethe-Alle 8, 37073 Göttingen
    Myers, Lange-Geismar-Straße 44, 37073 Göttingen
    Einstein, Kurze-Geismar-Straße 9, 37073 Göttingen
    Z.a.K., Am Wochenmarkt 22, 37073 Göttingen

     

     

  • »Ein Arsenal der Erkenntnis: Jüdische Geschichte in einer ambivalenten Moderne« Dan Diner im Gespräch mit Jürgen Kaube

    Neben den wissenschaftlichen Sektionen des Historikertages gibt es auch eine ganze Reihe von spannenden anderen Veranstaltungen. Gemeinsam mit dem Literarischen Zentrum Göttingen und Vandenhoeck&Ruprecht findet am Mittwochabend in der Paulinerkirche ein Gespräch zwischen Dan Diner und Jürgen Kaube statt:

    Seit 1999 leitet Dr. Dan Diner, Professor am Historischen Seminar der Universität Leipzig und  Professor an der Hebrew University of Jerusalem, das Simon Dubnow-Institut für jüdische Geschichte und Kultur an der Universität Leipzig. Im Zentrum der Arbeit des Instituts steht die Erforschung der jüdischen Lebenswelten vornehmlich in Mittel-, Ostmittel-, Ost- und Südosteuropa. Hierbei soll sowohl den Beziehungen der Juden in Ost und West untereinander als auch im Kontext ihrer nichtjüdischen Umwelt vom Mittelalter bis in die Gegenwart hinein nachgegangen werden. Die jüdische Geschichte wird dabei aus einer transnationalen, pluralistischen Perspektive betrachtet und als Seismograph der allgemeinen historischen Entwicklung verstanden.

    Aus der Arbeit des Instituts sind zahlreiche einschlägige Forschungsergebnisse entstanden, die in vielfältigen Publikationen bei Vandenhoeck & Ruprecht mündeten. Neben den »Schriftenreihe des Simon-Dubnow-Instituts«, die mittlerweile 20 Bände umfassen, erscheinen in der Reihe »Toldot«  regelmäßig Essays zur jüdischen Geschichte und Kultur, wie beispielsweise der Band »Gegenläufige Gedächtnisse. Über Geltung und Wirkung des Holocaust« von Dan Diner. Hinzu kommen Einzelmonographien wie Eran Rolniks Buch »Freud auf Hebräisch. Geschichte der Psychoanalyse im jüdischen Palästina« und das zweisprachig deutsch-englisch erscheinende »Jahrbuch des Simon-Dubnow-Instituts«.

    In einer Veranstaltung des Literarischen Zentrums Göttingen unterhält sich Dan Diner über »Jüdische Geschichte in einer ambivalenten Moderne« mit Jürgen Kaube dem Ressortleiter für die »Geisteswissenschaften«, für »Neue Sachbücher« sowie stellvertretenden Leiter des Feuilletons der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

    Nähere Informationen erhalten Sie hier.

    Die Veranstaltung des Literarischen Zentrums Göttingen findet  in Kooperation mit dem Historikertag und dem Verlag Vandenhoeck & Ruprecht am Mittwoch, den 24.09.2014 um 19 Uhr in der Göttinger Paulinerkirche statt.

    Im Anschluss lädt der Verlag zu einem Sektempfang ein.

     

    Karten erhalten Sie beim Literarischen Zentrum und deutschlandweit in allen Reservix-Vorverkaufsstellen. Der Vorverkauf beginnt am 18.07.2014.

    TeilnehmerInnen des Historikertags erhalten die Karten zum vergünstigten Eintrittspreis von 5€.

     

     

  • Mehr als „nur Zuhören“…

    von den Studierenden des Projektseminars “Wirtschaftsgeschichte auf dem Historikertag 2014″

    Der Historikertag bietet uns Studierenden von jeher die Möglichkeit, außerhalb des regulären Lehrbetriebs bei aktuellen Debatten der Geschichtswissenschaft der unterschiedlichen Sektionen live dabei zu sein und die, sonst meist nur in Seminararbeiten zitierten, HistorikerInnen hautnah zu erleben. Durch vorgestellte Promotionsprojekte und Forschungen können außerdem bereits während der Tagung Anregungen für spätere eigene Vorhaben, besonders Abschlussarbeiten, gesammelt werden.

    Doch im Rahmen des diesjährigen Programms ermöglicht das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Göttingen seinen Studierenden darüber hinaus, das Schreiben von Tagungsberichten einzuüben – einer für das Berufsleben ungeheuer wichtigen, in der Ausbildung aber häufig zu kurz kommenden Tätigkeit. Im Rahmen eines Seminars werden wir, etwa zehn Studierende des Masterstudiengangs Wirtschafts- und Sozialgeschichte unter Betreuung von Alexander Engel und Juliane Czierpka in Blockveranstaltungen den Historikertag vor- und nachbereiten. Während des Kongresses sind wir dann in mehreren Sektionen verteilt und sammeln Informationen für ihre Berichte, wobei der inhaltliche Schwerpunkt dem Studiengang gemäß auf der Wirtschafts- und Sozialgeschichte liegt.

    Für uns bietet sich die einmalige Chance einen Einblick in die Arbeit von HistorikerInnen bei wissenschaftlichen Tagungen durch eigene Praxis zu erhalten und damit über die Sektionen hinaus Wissen für eine mögliche Zukunft als WissenschaftlerInnen zu sammeln. Dieses Format ist deshalb in dieser Form neuartig und erlaubt es uns als TeilnehmerInnen nicht einfach nur Credits zu erwerben, sondern bietet ein regelrechtes Schnupperpraktikum im wissenschaftlichen Alltagsgeschäft.

    Für ein wirtschaftshistorisches Seminar existieren bei den Sektionen dieses Jahres vielerlei Anknüpfungspunkte, die sich sehr gut in das Studium eingliedern. Beispielsweise bauen die Sektionen „Gewinner und Verlierer ‘Nach dem Boom’ in Westeuropa“ oder „Viele Verlierer, wenige Gewinner? Staatsverschuldung als Geschichte wert- und zweckrationalen Handelns in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts“ auf den Schwerpunktthemen des Instituts, Globalisierungs-, Konsum- und Unternehmensgeschichte auf und vertiefen bereits gewonnenes Wissen. Andere Sektionen wie „State and Capitalism in China and Europe“ oder „Reich ist, wer Geld hat? Ökonomischer Gewinn und Verlust im Blick von Zeitgenossen und Forschung“ beleuchten Aspekte, die einem möglicherweise nur am Rande des Studium begegnen und eröffnen somit neue Horizonte. Als Ergebnis der Tagung ist des Weiteren ein von den Seminarteilnehmenden verfasster Querschnittsbericht über die wirtschaftshistorischen Beiträge auf HSozKult angedacht.

    Dieses Seminar erweitert damit den Historikertag für uns Studierende um eine spannende Möglichkeit über das reguläre Programm dieser Tagung hinaus aktiv teilzunehmen, tiefer in die aktuelle Forschung einzutauchen und zu erleben wie Wissenschaft funktioniert – schlichtweg: mehr als einfach „nur zuhören“.

     

     

  • Historikertag: Über 100 Referentinnen und Referenten aus 21 Nationen

    DFG und Stiftung Niedersachsen fördern Internationalität – Partnerland Großbritannien

    (pug) Auf dem 50. Deutschen Historikertag werden vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen über 400 Referentinnen und Referenten neueste Forschungsergebnisse diskutieren. Gut ein Viertel von ihnen reist aus dem Ausland an – insgesamt werden 21 Nationen vertreten sein. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Stiftung Niedersachsen fördern die internationale Ausrichtung des Historikertages mit insgesamt 60.000 Euro. „Die Förderung macht es unter anderem möglich, dass wir internationale Nachwuchswissenschaftler bei ihren Reisekosten unterstützen“, so der Geschäftsführer des Historikertages, Benjamin Bühring. „Von den Impulsen aus anderen Wissenschaftssystemen profitieren alle Teilnehmer. Internationale Vernetzung hat einen sehr großen Stellenwert für die Geschichtswissenschaft“.

    Eine der größten Gruppen ausländischer Wissenschaftler stammt aus Großbritannien, dem Partnerland des 50. Deutschen Historikertages. In mehreren Sektionen werden Fragen der britischen und deutsch-britischen Geschichte thematisiert. Gemeinsam mit der Royal Historical Society (RHS) bietet der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) eine Sektion mit dem Titel „The Psychology of National Difference in the Mid-20th Century Crisis“ an, unter der Leitung des RHS-Präsidenten Prof. Dr. Peter Mandler von der Cambridge University. Im Schülerprogramm spricht mit Prof. Dr. Nicholas Stargardt von der Oxford University einer der führenden britischen Experten für deutsche Geschichte über „Versteckte Kinder im Holocaust“. Prof. Dr. Christopher Clark von der Cambridge University debattiert zudem mit Prof. Dr. Gerd Krumeich über die Hintergründe des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs.

    „Die Universität Göttingen als Gründung Georgs II. und mit ihren vielfältigen aktuellen wissenschaftlichen Verbindungen nach Großbritannien ist also gleich in mehrfacher Hinsicht ein idealer Tagungsort für dieses Partnerland“, so Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Sprecher des Ortskomitees. „Vor dem Hintergrund des Referendums in Schottland am 18. September wird es spannend sein zu beobachten, wie die Kolleginnen und Kollegen aus England, Wales und Schottland das Motto ‘Gewinner und Verlierer‘ des Historikertags aufgreifen werden.“

    Rednerin auf der Festveranstaltung am Donnerstag, 25. September, um 19 Uhr in der Stadthalle ist Lyndal Roper, Regius-Professorin für Geschichte an der Oxford University und die erste Frau in dieser Position seit der Stiftung des Lehrstuhls 1724 durch Georg I. Sie spricht über die Rolle von Frauen im Wissenschaftssystem in Großbritannien und Deutschland.

    Das Programm des Historikertages und Übersichten zur Präsenz Großbritanniens sind im Internet unter www.historikertag.de zu finden.

     

    Kontaktadressen:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014 – Geschäftsführer
    Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: historikertag@uni-goettingen.de

    Dr. Nora Hilgert
    Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
    c/o Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Telefon (069) 798-32571
    E-Mail: geschaeftsstelle@historikerverband.de

  • Ukraine-Krise, Europa 1914-2014 und der „Deutsche Sonderweg“

     

    Aus aktuellem Anlass hat der VHD drei zusätzliche Sektionen in das Programm des 50. Deutschen Historikertages aufgenommen. Die Podiumsdiskussionen werden drei aktuelle Themen aus historischer Perspektive betrachten.

     

     

    Europa 1914 – 2014
    Maciej Gorny (Warschau)
    Mikhail A. Boytsov (Moskau)
    Etienne François (Berlin)
    Dorothee Wierling (Hamburg)
    Jörn Leonhard (Freiburg)

    Moderation: Marie-Janine Calic (München)

     

    Der Erste Weltkrieg ist 2014 Gegenstand eines Erinnerungsbooms geworden, der über die übliche Gedenkroutine zu Jahrestagen weit hinausgeht. Dabei ist der Krieg kaum europäisch erinnert worden, vielmehr folgen die historischen Debatten und Erinnerungen des Weltkriegs verschiedenen nationalen Deutungsschemata. Angesichts der neuen Komplexität der internationalen Ordnung drängt sich die Frage auf, welchen Einfluss die Erinnerungen an den Ersten Weltkrieg auf die Analyse unserer Gegenwart haben. Wird das hohe Interesse am Ersten Weltkrieg durch die Krise der internationalen Ordnung heute befördert? Welche spezifischen Ursachen gibt es in den nationalen Öffentlichkeiten Europas für den Erinnerungsboom des Jahres 2014?

    Mittwoch, d. 24. September 2014, 15.15-18 Uhr; ZHG 105

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    Der Konflikt um die Ukraine. Historische Hintergründe aus ukrainischer, russischer und deutscher Perspektive
    Karl Schlögel (Frankfurt/Oder)
    Andriy V. Portnov (Berlin)
    Nikolay Mitrokhin (Bremen)
    Tanja Penter (Heidelberg)

    Moderation: Gerhard Gnauck (Die Welt)

     

    Im Konflikt um die Ukraine stoßen nicht nur verschiedene Interessen, sondern auch unterschiedliche Sichtweisen aufeinander, die historisch begründet sind. In der Podiumsdiskussion “Der Konflikt um die Ukraine” soll es darum gehen, die handlungsleitenden Vorstellungswelten der beteiligen Akteure zu diskutieren. Dafür wurden mit Andriy V. Portnov, Nikolay Mitrochin, Tanja Penter und Karl Schlögl profiliierte Historiker aus der Ukraine, Russland und Deutschland gewonnen.

    Donnerstag, d. 25. September 2014, 13.15-14.45 Uhr, ZHG 104

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    Hans-Ulrich Wehlers Sonderwegsthese neu diskutiert
    Manfred Hettling (Halle)
    Sandrine Kott (Geneve)
    Christina von Hodenberg (London)
    Johannes Paulmann (Mainz)
    Jürgen Kocka (Berlin)

    Moderation: Franziska Augstein (Süddeutsche Zeitung)

     

    Die These vom deutschen Sonderweg ist in besonderer Weise mit dem Oeuvre Hans-Ulrich Wehlers verbunden. Während die These in der Geschichtsschreibung der Bundesrepublik zunächst weithin Akzeptanz fand, begann seit den 1980er Jahren eine kritische Diskussion wesentlicher Aspekte der Sonderwegsthese. Nicht nur der Tod Hans-Ulrich Wehlers, sondern auch die Relativierung der These der deutschen Kriegsschuld in Folge der Rezeption von Christopher Clarkes Werk “Die Schlafwandler” lassen eine neue Auseinandersetzung mit den Spezifika der deutschen Gesellschaft im Kaiserreich nötig erscheinen. Ist die Verantwortung Deutschlands für den Ersten Weltkrieg nur im Hinblick auf die Interaktionen des europäischen Staatensystems zu beschreiben oder erfordert sie einen historischen Tiefenblick in die deutsche Gesellschaftsgeschichte?

    Donnerstag, d. 25. September 2014, 9.15-11 Uhr, ZHG 104

     

     

  • Ukraine-Krise, Europa 1914-2014 und der „Deutsche Sonderweg“

    Historikertag an der Universität Göttingen nimmt aktuelle Themen ins Programm auf

    (pug) Aus aktuellem Anlass hat der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. drei zu-sätzliche Sektionen in das Programm des 50. Deutschen Historikertages vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen aufgenommen. Die Krise in der Ukraine, Europa 1914-2014 und der „Deutsche Sonderweg“ sind jeweils Gegenstand international besetzter Podiumsdiskussionen, die das aktuelle Thema aus historischer Perspektive behandeln.

    Unter dem Titel „Europa 1914-2014“ diskutieren am Mittwoch, 24. September, Experten aus Polen, Frank-reich, Russland, Großbritannien und Deutschland die Formen und Folgen der Erinnerung an den Ersten Weltkrieg. Befördert die Komplexität der heutigen internationalen Ordnung das hohe momentane Interesse am Ersten Weltkrieg? Welche spezifischen Ursachen gibt es in der Öffentlichkeit der einzelnen Länder in Europa für diesen Erinnerungsboom? Moderiert wird die Diskussion über diese Fragen von der Historikerin Prof. Dr. Marie-Janine Calic von der Ludwig-Maximilians-Universität München.

    Die historischen Hintergründe des aktuellen Konflikts in der Ukraine stehen am Donnerstag, 25. September, auf dem Programm. Bei der Diskussion mit Historikerinnen und Historikern aus Ukraine, Russland und Deutschland soll es vor allem um die handlungsleitenden Vorstellungswelten der beteiligten Akteure gehen. Die Moderation der Veranstaltung übernimmt der Journalist Gerhard Gnauck von der Tageszeitung Die Welt.

    Die These vom „Deutschen Sonderweg“, insbesondere vertreten von dem kürzlich verstorbenen Historiker Prof. Dr. Hans-Ulrich Wehler, wird seit Jahrzehnten in der deutschen Geschichtsschreibung kritisch disku-tiert. Nicht nur Wehlers Tod, sondern auch die Relativierung der These der deutschen Kriegsschuld in Folge der Rezeption von Christopher Clarkes Werk Die Schlafwandler lassen eine neue Auseinandersetzung mit der deutschen Gesellschaft im Kaiserreich nötig erscheinen. Ist die Verantwortung Deutschlands für den Ersten Weltkrieg nur im Hinblick auf die Interaktionen des europäischen Staatensystems zu beschreiben oder erfordert sie einen historischen Tiefenblick in die deutsche Gesellschaftsgeschichte? Die Podiumsdis-kussion zum Deutschen Sonderweg findet ebenfalls am Donnerstag, 25. September, statt und wird von der Journalistin Franziska Augstein von der Süddeutschen Zeitung moderiert.

    Sämtliche Details zum Programm und zur Anmeldung zum Historikertag sind im Internet unter der Adresse www.historikertag.de zu finden.

     

    Kontaktadresse:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014 – Geschäftsführer
    Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: historikertag@uni-goettingen.de
    Internet: www.historikertag.de

  • “Göttingen – eine Stadt in Bildern”

    Es ist nur noch etwas mehr als ein Monat bis zur Eröffnung des 50. Deutschen Historikertags 2014 in Göttingen – der ideale Zeitpunkt, nicht nur um den Kongress und sein Rahmenprogramm, sondern auch die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten vorzustellen. Nach unserem letzten Gastbeitrag möchten wir in diesem Sinne auf ein ganz besonderes Projekt von Lars Gerhardts verweisen.

    Der Göttinger Fotograf präsentiert auf seiner Facebook-Seite “Göttingen – eine Stadt in Bildern” nicht nur seine eigenen künstlerisch hochwertigen Impressionen von der Leinestadt, sondern sammelt hier auch Aufnahmen, die ihm zugesendet werden. Ein Blick auf dieses spannende Community-Projekt lohnt sich in jedem Fall und wird die Vorfreude auf den Historikertag mit Sicherheit anwachsen lassen. Eine kleine Auswahl der präsentierten Werke können Sie hier bereits sehen:

     

     

     

  • Eine Stadt freut sich auf den Historikertag

    Ein Gastbeitrag von Keno Hennecke, Göttingen Tourismus e.V.

    Der Countdown läuft. Nicht einmal mehr sechs Wochen und der 50. Deutsche Historikertag wird in Göttingen eröffnet. Ich erinnere mich noch gut daran, als Prof. Reitemeier und Prof. Schumann im Jahr 2010 mit uns Kontakt aufnahmen, um herauszufinden, ob Göttingen als Austragungsort für eine Veranstaltung wie den Historikertag überhaupt in Betracht kommt. Wir waren schnell begeistert von der Idee und sicher, dass unsere Stadt alle Voraussetzungen bietet ein toller Gastgeber auch für eine Veranstaltung dieser Größenordnung zu sein. Und so warfen die Göttinger Historiker den Hut für die traditionsreiche Georg-August-Universität und unsere kleine Großstadt in den Ring – mit Erfolg.

    Nach vielen Meetings, kreativen Ideen, Vorschlägen, Absprachen und Entscheidungen war es dann im Frühjahr 2014 so weit: Der Startschuss für die Registrierungen zum 50. Deutschen Historikertag konnte gegeben werden. Und so wissen wir inzwischen, dass unter den Tausenden von Teilnehmern nicht nur Gäste aus Deutschland, sondern auch aus vielen anderen Ländern wie der Schweiz, Großbritannien, Frankreich, den USA und Brasilien in unsere Stadt kommen werden. Einen Vorteil Göttingens werden alle schon bei Ihrer Anreise feststellen können. Egal aus welcher Stadt oder Region Deutschlands man anreist: Dank der zentralen Lage ist man immer schnell in Göttingen. Und selbst die Gäste aus dem Ausland haben mit dem direkten ICE-Anschluss an den Frankfurter Flughafen bequeme Möglichkeiten nach Südniedersachsen zu reisen.

    Im Mittelpunkt steht für die Teilnehmer des Historikertages natürlich der Besuch der Sektionen, Vorträge, des Doktoranden-Forums, der Sonderveranstaltungen und der Austausch mit den Kollegen. Trotzdem hoffen wir, dass die Gäste Göttingens auch Zeit haben werden unsere Stadt zu entdecken. Es lohnt sich! Viele haben sich bereits für das Rahmenprogramm angemeldet, das das Organisationsbüro für den Historikertag mit viel Engagement und Liebe zum Detail ausgearbeitet hat. Auf spannenden Exkursionen ins Umland und Rundgängen durch die Stadt kann man in die abwechslungsreiche Geschichte eintauchen. Aber auch jenseits der organisierten Touren bleibt sicherlich noch Zeit sich dem Herz der Stadt zu nähern. Und man kann es an vielen Orten aufspüren. Z. B. bei einem entspannten Gang über den noch fast vollständig erhaltenen Stadtwall, der viele schöne Blicke auf die Altstadt freigibt. Oder im Alten Botanischen Garten, der nur einen Steinwurf vom Veranstaltungsgelände entfernt und eine kleine Oase mitten in der Innenstadt ist. Und natürlich am Abend, wenn in den vielen internationalen und gutbürgerlichen Restaurants, in den Bars und urigen Studentenkneipen das Leben erwacht. Bis spät in die Nacht findet man immer wieder neue Plätze an denen man sich gerne niederlässt, um den Tag ausklingen zu lassen.

    Wir sind ein kleines bisschen Stolz darauf, dass Göttingen Gastgeber des 50. Deutschen Historikertages sein darf und freuen uns, dass wir die Organisatoren mit unserem umfangreichen Service unterstützen und so zum Gelingen der Veranstaltung beitragen können. Wir sind sicher, dass viele Teilnehmer der Veranstaltung den Charme unserer Stadt entdecken werden. Auch wenn es noch ein kleines bisschen hin ist, so wünschen wir bereits jetzt allen Besuchern des Historikertages eine informative Zeit und einen angenehmen Aufenthalt in Göttingen!

     

  • Lose ziehen

    Die Gewinner der 50 Freikarten für den Historikertag sind nun ausgelost worden. Das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte konnte aufgrund der Förderung durch den Universitätsbund Göttingen 50 mal kostenlose Teilnahme für Göttinger Studentinnen und Studenten der Geschichtswissenschaften ermöglichen. Wir haben bei der Organisation geholfen.

    Aus den Einträgen auf der Homepage wurden Lose gefaltet und gerollt; wie Lose nun mal aussehen. Diese Lose brauchten natürlich auch eine Lostrommel. Schnell war ein passendes Behältnis aus einem kleinen Karton und einem unserer Plakate gebastelt.
    Prof. Dr. Petra Terhoeven, die geschäftsführende Direktorin des Seminars für Mittlere und Neuere Geschichte, hat das Ziehen eröffnet und die ersten zehn Gewinner gezogen. Florian Jessensky, der geschäftsführende Assistent hat auch einige Lose gezogen. Danach waren wir an der Reihe. Alle Mitarbeiter des Organisationsbüros haben die restlichen 35 Lose aus der Urne gefischt.

    Einer der glücklichen Gewinner lief gerade an unserem Büro vorbei, als sein Los aus der Lostrommel gezogen worden war. Wir haben uns die Gelegenheit, ein Foto mit ihm zu machen, selbstverständlich nicht nehmen lassen.
    Wir gratulieren allen Gewinnern der Freikarten. Benachrichtigung erfolgt per Email.

     

    Unsere Losziehung wurde von Prof. Dr. Petra Terhoeven eröffnet, von Florian Jessensky fortgeführt und schließlich von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Organisationsbüros beendet. Einen der ersten glücklichen Gewinner konnten wir gleich ablichten.

     

     

  • Begeisterung für Geschichte wecken

    Historikertag an der Universität Göttingen bietet am 24. September 2014 kostenloses Schülerprogramm

    (pug) Begeisterung für Geschichte wecken und Schülerinnen und Schülern einen spannenden Einblick in die Universität bieten – das sind die Ziele des Schülerprogramms auf dem 50. Deutschen Historikertag an der Universität Göttingen. Das für Schulen kostenlose Angebot findet am 24. September 2014 im Zentralen Hörsaalgebäude der Universität statt. Gemeinsam mit der Körber-Stiftung ist ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Sektionen und Vorträgen entstanden, das sich vornehmlich an Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II richtet.

    In den Schülersektionen stellen junge Geschichtsinteressierte sowie Preisträgerinnen und Preisträger des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten Ergebnisse ihrer Forschungsprojekte vor. Mit dem Publikum sowie mit fachkundigen Historikerinnen und Historikern diskutieren sie über den Umgang mit Geschichte. Das thematische Spektrum reicht von der Auseinandersetzung mit Biografien und Erfahrungen junger DDR-Bürger („111 Kilometer Stasi-Akten – und kein Ende der Geschichte?“) bis hin zu transnationalen Erinnerungsdebatten zum Ersten Weltkrieg („100 Jahre Erster Weltkrieg – Was hat das mit mir zu tun?“).

    Während der Fokus in den Sektionen auf Diskussion und Interaktion liegt, haben Jugendliche bei den Vorträgen im Rahmen des Schülerprogramms die einzigartige Gelegenheit, einen Einblick in die „klassische“ Arbeit von Geschichtswissenschaftlern zu gewinnen. Etablierte Historikerinnen und Historiker werden in ihren Vorträgen spannende und aktuelle historische Themen von der Antike bis zur Neuesten Geschichte aufbereiten. Mit dem bekannten Holocaustforscher Prof. Dr. Nicholas Stargardt von der University of Oxford ist auch die Perspektive des Partnerlandes Großbritannien im Schülerprogramm vertreten.

    Darüber hinaus bietet der Göttinger Historikertag ein besonderes Programm für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I: In einem von der Klosterkammer Hannover geförderten Projekt haben Studierende in Zusammenarbeit mit der Zentralen Kustodie der Universität Göttingen den interaktiven Lernort „Greifbare Rätsel“ entwickelt. Durch den unmittelbaren Umgang mit ausgewählten historischen Objekten aus den wissenschaftlichen Sammlungen der Universität können sich Schülerinnen und Schüler eigenständig einen authentischen Zugang zu Geschichte erarbeiten. Die „Greifbaren Rätsel“ sind eins der ersten Projekte am YLAB, dem neuen Geisteswissenschaftlichen Schülerlabor der Universität Göttingen, und können an allen Konferenztagen des Historikertages besucht werden.

    Der 50. Deutsche Historikertag findet vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen statt. Die Anmeldung zu den einzelnen Veranstaltungen des Schülerprogramms ist unter www.historikertag.de jederzeit möglich.

     

    Kontaktadresse:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    Organisationsbüro 50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014
    Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen
    Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: info@historikertag.de
    Internet: www.historikertag.de

  • Der Historikertag: von der Honoratiorenversammlung zur integrativen Großveranstaltung

    von Florian Jessensky (Göttingen)

     

    Die Historikertage sind eine seit mittlerweile mehr als hundert Jahren etablierte Institution der deutschen Geschichtswissenschaft. Der Ursprung dieses „akademischen Rituals“[1] liegt im ausgehenden 19. Jahrhundert: Die erste „Versammlung deutscher Historiker“, die im April 1893 in München stattfand, wurde auf Initiative „zufällig zusammengekommener Freunde“[2] mit einem konkreten Anliegen einberufen. Die überwiegend aus dem süddeutschen Raum stammenden „Universitätsprofessoren und Schulmänner“ waren vor allem verärgert über preußische Pläne zur Unterrichtsreform. Doch bei dieser einmaligen Versammlung blieb es nicht. Ihr folgten anfangs jährlich, dann alle zwei Jahre weitere „Historikertage“. Schließlich kam es 1895 zur Gründung des Verbandes Deutscher Historiker, dessen Hauptaufgabe es war, die Historikertage zu organisieren. Die zunächst süddeutsche Veranstaltung wurde im Laufe der Jahre eine gesamtdeutsche Institution. Wie Matthias Middell festgestellt hat, trugen die Historikertage wesentlich „zur Herausbildung einer ‚deutschen‘ Geschichtswissenschaft“ bei, „die sich als Gemeinschaft mit dem Anspruch auf nationale Repräsentanz inszenierte und wohl meist auch empfand.“[3]

    „…da sich die deutsche Zunge erst löst, wenn sie begossen wird.“ – Die wilhelminischen Historikertage

    Die Historikertage boten den Vertretern der Zunft weit mehr als nur die Gelegenheit zum fachlichen Austausch. Vielmehr eröffneten sie Möglichkeiten sowohl für die Vernetzung des Faches nach innen als auch seine Repräsentation nach außen. Dies war von zentraler Bedeutung für die Institutionalisierung der Historikertage.[4] Das „Socialising“ war daher von Beginn an fest verankerter Bestandteil der Versammlungen. Bereits die Teilnehmer des ersten Historikertages nutzten „die von der Hoftheater-Intendanz gebotene Möglichkeit zu ermäßigtem Preis eine der glänzenden Aufführungen der Münchener Oper […]anzuhören.“[5] Der gesellige Teil der Historikertage war zudem der einzige Bereich, für den die frühen Berichtshefte weibliche Beteiligung explizit erwähnen. Ein Ausflug der Teilnehmer „und auch einige[r] Damen“ zum Starnberger See, einschließlich eines „bescheiden[en] aber vergnügt[en] Abendessens“[6], durfte in München nicht fehlen. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit ein immer umfangreicheres Rahmenprogramm, das neben obligatorischen Festveranstaltungen auch Besichtigungen und ganztägige Exkursionen beinhaltete. Zur Vorbereitung des 13. Historikertages, der 1913 in Wien tagte, bildete sich schließlich sogar eigens ein „Damenkomitee“, das sich hauptsächlich aus den Ehefrauen der lokalen Organisatoren rekrutierte.[7] Es kümmerte sich vermutlich um das besonders opulente Rahmenprogramm der Wiener Tagung, welches unter anderem eine Reise im Sonderzug nach Krems mit anschließender Dampferfahrt auf der Donau aufbieten konnte. Daraus sollte allerdings nicht geschlossen werden, dass Frauen nur als „schmückendes Beiwerk“ an den frühen Historikertagen teilnahmen. Im Rahmen der akademischen und beruflichen Räume, die sich Frauen nach und nach erkämpften, war ihnen der Zutritt durchaus möglich. Als Lehrerinnen, Bibliothekarinnen und Archivarinnen nahmen Frauen auch außerhalb der Festveranstaltungen an den Historikertagen der Vor- und Zwischenkriegszeit teil.[8]

    Dennoch waren die Versammlungen dieser Zeit eine Männerdomäne, die mitunter an einen Herrenclub oder Stammtisch erinnerte. Vielleicht zeigte sich hier der genius loci des Ursprungs in München. Denn bereits auf dem ersten Historikertag vertrat die Leipziger Koryphäe Karl Lamprecht in der Debatte über die Frage, „wie Seminare an Universitäten auszurichten und zu leiten“ seien, die Meinung, „Spezialforschung“ lasse sich nur mit „Präparation“ diskutieren. Deshalb gehe er „mit den Studierenden nach der Seminarsitzung ins Bierhaus, da sich die deutsche Zunge erst löst, wenn sie begossen wird.“[9] Dieses didaktische Konzept konnte sich zwar nicht dauerhaft durchsetzen, unter den anwesenden Fachvertretern erntete es aber durchaus Zustimmung. Der gewiefte Wissenschaftsmanager Karl Lamprecht war es denn auch, der als Organisator des 2. Historikertages in Leipzig ein Festessen zum Abschluss der Versammlung einführte. Ausgangspunkt dafür war der „Kommers“, also der ritualisierte abendliche Umtrunk in feierlichem Rahmen, wie ihn vor allem die Studentenverbindungen pflegten. Trinksprüche auf das Wohl der Kaiser Deutschlands und Österreichs, der deutschen Fürsten, gastgebenden Bürgermeister, Universitäts- und Museumsdirektoren sowie natürlich „auf die Damen“ waren dabei für die in Leipzig Versammelten obligatorisch. Mit insgesamt 11 Trinksprüchen setzte der 2. Historikertag damit bereits 1894 einen Maßstab, der – zumindest nach Quellenlage – nicht wieder erreicht wurde. Im Anschluss habe „vortreffliche Stimmung“ geherrscht, die durch „witzige Tafellieder“ noch gehoben worden sei.[10] Der Alkohol blieb ein zentrales Element zur Unterhaltung der Teilnehmenden. So gestaltete sich das Abendprogramm des 4. Historikertages im Jahr 1896 in Innsbruck „durch die lebhafte Teilnahme der meisten Fachgenossen zu fröhlichen Kneipenabenden im ‚Grauen Bären‘, wo der ,Tiroler‘ [Wein] seine Triumphe feierte.“[11] Die Stadt Straßburg kredenzte 1909 anlässlich des 11. Historikertages einen „Ehrenwein“ (Ammerschweierer, Jahrgang 1904), der den Teilnehmern „in freudiger Erinnerung“[12] blieb. Aber nicht nur getrunken wurde im Kreise der Historiker gern. Daneben gehörte es für die jeweiligen lokalen Organisatoren zum guten Brauch, die Teilnehmer zu beschenken. „Literarische Festgaben in reichster Fülle“[13] vom Fotoband über den Reiseführer bis hin zur aktuellen Monographie des jeweiligen Ortskomiteevorsitzenden wurden über die Teilnehmer ausgeschüttet. In Wien gab es beispielsweise 11 „Festgaben“, darunter ein Bildband zur Baugeschichte der Hofburg und ein Album der Stadt.[14]

    Ging es auf dem 1. Historikertag noch vorrangig um das Verhältnis von Politik und Geschichtswissenschaft, dessen Teilnehmer nicht mit Kritik sparten, trat auf den nachfolgenden Historikertagen der politisch-kritische Anspruch „immer mehr zugunsten konventioneller patriotischer Kundgebungen und übersteigerter Loyalitätsbekundungen zurück.“[15] Auch hier war der Leipziger Historikertag von 1894 wegweisend. Im Anschluss an die Trinksprüche des Festbanketts versandte die Historikergemeinde Grußbotschaften an die Kaiser von Deutschland und Österreich sowie an Bismarck, dem man bei dieser Gelegenheit als „größten aller Fachgenossen“ huldigte und die „Dankbarkeit und Treue“ des Historikertags versicherte.[16] Das Grußtelegramm an die Mächtigen stieß allerdings auf wenig Gegenliebe. Wilhelm II. neigte bekanntlich mehr den Naturwissenschaften zu und auch die anderen deutschen Fürsten zeigten der Geschichtswissenschaft mehrheitlich die kalte Schulter. Johann Albrecht zu Mecklenburg nahm als erster und einziger deutscher Fürst am 12. Historikertag 1911 in Braunschweig teil.[17]

    „…reine Arbeitstagung, ohne viel festliches Beiwerk.“ – Die Historikertage der 20er und 30er Jahre

    Mit der festlichen Herrlichkeit war es nach dem Ersten Weltkrieg zunächst vorbei. Durch Krieg, Inflation und Revolution war „die regelmäßige Fortsetzung“ der Historikertage „unerwartet unterbrochen worden.“[18] Die deutsche Geschichtswissenschaft sah sich moralisch diskreditiert, international isoliert und finanziell weitgehend ruiniert.[19] Nicht von ungefähr hatte Anfang der 1920er Jahre ein Berliner Universitätsbibliothekar auf seinem Exemplar des Berichtsheftes des letzten Vorkriegs-Historikertages notiert: „Mehr wird voraussichtlich nicht erscheinen.“[20] Erst im Oktober 1924 fand nach über elf Jahren Pause der 14. Historikertag in Frankfurt am Main statt. Zwei wesentliche Änderungen waren abseits aller personellen und inhaltlichen Kontinuitäten sofort augenfällig: Einerseits genoss die Veranstaltung nun das Wohlwollen der preußischen Regierung, die sie finanziell förderte und Repräsentanten zur Eröffnung entsandte. Die Historikertage machten nun den Schritt von der „Honoratiorenversammlung“ zur „Massentagung“. Mehrere Hundert Teilnehmer wurden zur Normalität.[21] Andererseits wurden die Versammlungen wieder politischer. Insbesondere die „Kriegsschuldfrage“ machte die Geschichtswissenschaft für die Zeitgenossen „mehr als je zuvor zu einem politischen Faktor ersten Ranges.“[22]

    Im Rahmenprogramm waren in der Zwischenkriegszeit jedoch deutliche Abstriche zu verzeichnen. So konstatierte der nationalkonservative Historiker Gerhard Ritter rückblickend, es habe sich beim ersten Historikertag nach dem Ersten Weltkrieg um „eine reine Arbeitstagung, ohne viel festliches Beiwerk“ gehandelt. Im Gegensatz dazu schlage einem aus den Berichten der alten kaiserlichen Zeit mit ihren opulenten Tafelrunden „die Atmosphäre einer völlig fremd gewordenen Welt“ entgegen, „die doch meine eigene Studienzeit umfasst!“[23], so Ritter. Völlig verschwunden war die Opulenz auf den Historikertagen der „Roaring Twenties“ gleichwohl nicht. Immerhin bekam „die Geselligkeit“ nun eigens eine Rubrik in den Berichtsheften reserviert. Gerade in Krisenzeiten legte man bewusst Wert auf den zwischenmenschlichen Kontakt.[24] Zudem verbesserte sich im Gleichklang mit der wirtschaftlichen Situation auch die Ausgestaltung des Rahmenprogramms wieder. Den Höhepunkt bildete dabei der Historikertag von 1926 in Breslau, als über 200 Historiker „und Damen“ im Savoy-Hotel „nach altem Brauche“ tafelten und der Mediävist Richard Koebner eigens für diesen Anlass ein lateinisches Tafellied dichtete.[25] Die „Geselligkeit“ hatte damit zur Freude der Teilnehmenden ihr Vorkriegsniveau wieder erreicht. Lediglich 1927 in Graz kam kurz „Missstimmung“ auf, weil die große Zahl der Besucher sich auf zwei benachbarte Hotels verteilen musste, um gleichzeitig dinieren zu können. Den Eindruck der „deutschen Zersplitterung selbst beim Essen“ konnte der Festredner nur durch die Preisgabe „intimster Regierungsgeheimnisse“[26] dämpfen.

    Nicht nur die Stimmungslage der Historiker änderte sich wieder, als die Weimarer Republik auf ihr Ende zuging. Der 18. Historikertag 1932 in Göttingen war in mehrfacher Hinsicht ein Wendepunkt der deutschen Geschichtswissenschaft.[27] Er trug von Grund auf „einen anderen Charakter als viele seiner Vorgänger“, wie Wilhelm Mommsen für die Vossische Zeitung berichtete.[28] Die Wirtschaftskrise hatte die Pläne für geplante Historikertage in Koblenz und Bonn platzen lassen. Der Verband beschloss daher das Treffen in Göttingen „unter Fortfall aller repräsentativer Veranstaltungen […] im wesentlichen als Arbeitstagung zu veranstalten.“[29] Bescheidenheit war wieder oberstes Gebot geworden.[30] Inhaltlich ging es dagegen durchaus hoch her. Die Historikerzunft richtete sich in Göttingen auf den „Zeitgeist“ aus. Im Kern bedeutete dies, dass sich die Geschichtswissenschaft „dem Konglomerat radikaler völkischer Ansätze und Ideen“[31], insbesondere der sogenannten „Ostforschung“ zuwandte. An diese Entwicklung versuchte der einzige Historikertag nach der „Machtergreifung“ 1937 in Erfurt anzuknüpfen. Er wurde wesentlich von Walter Frank geprägt. Frank – obgleich nicht Parteimitglied – wollte dem von ihm und seinen Mitarbeitern am 1935 gegründeten „Institut für die Geschichte des Neuen Deutschland“ propagierten nationalsozialistischen Geschichtsbild zur allgemeinen Anerkennung verhelfen. Dieses Vorhaben gelang jedoch nur zum Teil.[32] Für Aufsehen im Kollegenkreis sorgte immerhin der Auftritt des Jenaer Agrar-Historikers Günther Franz in SS-Uniform.[33] Demgegenüber knüpften die Organisatoren bei der Repräsentation nach außen eher an „bewährte“ Traditionen an. Die Versammlung sandte ein Grußtelegramm an „den Führer und Reichskanzler“, der sich in seinem Antwortschreiben eine „klarlinige, von völkischem Geist getragene Geschichtsschreibung“[34] wünschte. Zum Abschluss lud Gauleiter Fritz Sauckel zum Empfang ins Weimarer Schloss, bei dem Frank einen Trinkspruch auf „den Zusammenklang von Staat und Geist, von Macht und Kultur“[35] ausbrachte. Zu weiteren Historikertagen kam es während des NS nicht. Sie hörten de facto auf zu existieren.

    Integrative Großveranstaltungen – die Historikertage in der Bundesrepublik

    Der erste Nachkriegshistorikertag fand erst 1949 statt. Wie ein halbes Jahrhundert zuvor, bedurfte es eines konkreten Anlasses für die Neugründung. Deren Hauptinitiator, der schon mehrfach erwähnte Gerhard Ritter, hatte dabei vor allem den Internationalen Historikertag in Paris im Blick. Um hier als „deutsche Geschichtswissenschaft“ auftreten zu können, bedurfte es eines Historiker-Verbandes, der jedoch nur im Zusammenhang mit den Historikertagen denkbar erschien.[36] Der 1949 mit dem ersten Nachkriegs-Historikertag wieder ins Leben gerufene „Verband der Historiker Deutschlands“ (VHD) – seit Ende der 1990er mit dem Zusatz „und Historikerinnen“ – propagierte fortan vor allem gegenüber der DDR-Historiographie einen Alleinvertretungsanspruch der deutschen Geschichtswissenschaft.[37] Zum ersten Verbandsvorsitzenden wurde, auf seinen eigenen Vorschlag hin, Gerhard Ritter gewählt. Auch inhaltlich knüpfte die Institution zunächst an frühere Zeiten an. Veränderungen im Fach, wie etwa die zunehmende Bedeutung der Sozialgeschichte, wurden nur nach und nach erkennbar. Orte, an denen sich Umbrüche und Veränderung im Fach zuerst zeigten, sind die Historikertage ohnehin selten gewesen. Führten hier doch eher die etablierten Vertreter das Wort.[38] Dennoch kam es durchaus zu hitzigen Debatten, wenn es etwa um die „Fischer-Kontroverse“ (Berlin 1964), das Verhältnis zur DDR-Historiographie (Bochum 1990) oder den Umgang mit der NS-Vergangenheit von einstigen Fachgrößen (Frankfurt 1998) ging.

    Mit der prunkvollen Festlichkeit wilhelminischer Prägung war es in der Bundesrepublik endgültig vorbei. Offensichtlich war eine „Veränderung des allgemeinen Lebensstils“[39] vorangeschritten, wie Gerhard Ritter nicht ohne Bedauern feststellte. Die bundesrepublikanische Historikerzunft wollte sich nun nicht mehr als die staatstragende Honoratiorenversammlung früherer Tage inszenieren. Gleichwohl blieben Grundelemente erhalten. So gibt es auf den heutigen Historikertagen weiterhin Eröffnungs- und Abschlussveranstaltungen, zu denen hochrangige Politiker teils gewichtige Reden halten. Auch Exkursionen und eine große Verlagsausstellung gibt es heute noch, diese sogar in weit größerem und vielfältigerem Umfang. Gleichwohl ist der Historikertag allein schon durch die Masse der Teilnehmenden, die Zahl der Sektionen und verhandelten Themen für die Gemeinschaftsbildung der Zunft nicht mehr die zentrale Institution. In Zeiten von Internet und Billigfliegern ist die „Scientific Community“ ohnehin fortwährend vernetzt. Zudem greifen die Historikertage immer mehr über die Grenzen des Faches hinaus. Vor allem die gebotene Vielfalt ist es, die heute die Masse der Teilnehmer anzieht. Aus der kleinen Fachversammlung mit 100 Teilnehmenden ist im Laufe der Zeit eine integrative Großveranstaltung für über 3000 Besucherinnen und Besucher geworden. Der 50. Deutsche Historikertag ist damit im Jahr 2014 einer der größten geisteswissenschaftlichen Kongresse in Europa. Ob es den 100. Historikertag 2114 auch noch geben wird, das kann freilich niemand sagen. Aber wenn dem so sein sollte, dann wird es sicherlich eine Exkursion ins Grüne geben.

     
    [1] Radtke, Julia: Der Historikertag: Ein akademisches Ritual, URL: http://www.zeitgeschichte-online.de/kommentar/der-historikertag-ein-akademisches-ritual. Der Text liefert einen guten Abriss der Geschichte der Historikertage.

    [2] Bericht über die 1. Versammlung deutscher Historiker in München, 5.-7. April 1893, München 1893, S. 1.

    [3] Middell, Matthias: Die ersten Historikertage in Deutschland 1893-1913, in: COMPERATIV, Heft 5-6 (1996),

    S. 21-43, hier: S. 21.

    [4] Vgl.: Lingelbach, Gabriele: Funktion und Entwicklung von Historikerverbänden im internationalen Vergleich, in: GWU 64 (2013), H.3/4, S. 139-152.

    [5] Bericht über die 1. Versammlung, S. 14.

    [6] Ebenda, S. 19.

    [7] Bericht über die dreizehnte Versammlung deutscher Historiker zu Wien, 16. bis 20. September 1913, erstattet von den Schriftführern der Versammlung, München/Leipzig 1914, S. 2. In der Teilnehmerliste sind die Mitglieder des „Damenkomitees“ nicht verzeichnet, jedoch gibt es Übereinstimmungen mit den Familiennamen der teilnehmenden Herren.

    [8] Vgl.: Midell, Historikertage, S. 32.

    [9] Bericht über die 1. Versammlung, S. 18.

    [10] Bericht über die zweite Versammlung deutscher Historiker 29. März bis 1. April 1894 in Leipzig, Liepzig 1894, S. 41.

    [11] Bericht über die vierte Versammlung deutscher Historiker zu Innsbruck, 11. bis 14. September 1896, Leipzig 1897, S. 59.

    [12] Bericht über die elfte Versammlung deutscher Historiker zu Straßburg i. E., 15. bis 19. September 1909, Leipzig 1910, S. 36.

    [13] Ritter, Gerhard: Die deutschen Historikertage, in GWU 4 (1953), S. 513-521, hier: S. 515.

    [14] Bericht über die 13. Versammlung, S. 2.

    [15] Schumann, Peter: Die deutschen Historikertage von 1893-1937. Die Geschichte einer fachhistorischen Institution im Spiegel der Presse, S. 36.

    [16] Kölnische Zeitung vom 4.4.1894, zit. n.: Schumann, Die deutschen Historikertage, S. 51.

    [17] Bericht über die zwölfte Versammlung deutscher Historiker zu Braunschweig, 17. bis 22. April 1911, erstattet von den Schriftführern der Versammlung, Leipzig 1911, S. 2.

    [18] Bericht über die vierzehnte Versammlung deutscher Historiker zu Frankfurt am Main, 30. September bis 4. Oktober 1924, Frankfurt am Main 1926, S. 5.

    [19] Friedrich, Cathrin: Gaudeant historiae – Die deutschen Historikertage in den 1920er Jahren, in: COMPERATIV, Heft 5-6 (1996), S. 58-71.

    [20] Notiz auf dem Titelblatt des Exemplars in der Bibliothek der Humboldt Universität, zitiert n.: Berg, Matthias: Eine große Fachvereinigung? – Überlegungen zu einer Geschichte des Verbandes Deutscher Historiker zwischen Kaiserreich und Nationalsozialismus, in: GWU 64 (2013), H. 3/4, S. 153-163, hier: S. 157.

    [21] Schumann, Historikertage, S. 229f u. 430f.

    [22] So der Regierungspräsident von Wiesbaden in seiner Eröffnungsansprache, Bericht über die 14. Versammlung, S. 10.

    [23] Ritter, Gerhard: Die Deutschen Historikertage, in: GWU 4 (1953), H. 9, S. 513-521, hier: S. 515.

    [24] Friedrich, Gaudeant historiae, S. 65f.

    [25] Bericht über die fünfzehnte Versammlung deutscher Historiker vom 3. bis 9. Oktober 1926, Breslau 1927, S. 89f.

    [26] Bericht über die sechzehnte Versammlung deutscher Historiker zu Graz vom 19. bis 23. September 1927, Graz 1928, S. 45.

    [27] Vgl.: Reitemeier, Arnd: Der 18. Deutsche Historikertag 1932 in Göttingen und die politische Radikalisierung der Geschichtswissenschaft, in: Göttinger Jahrbuch 59 (2011), S. 105-136.

    [28] Mommsen, Wilhelm: Geschichte des Ostens. Eindrücke vom Göttinger Historikertag, in: Vossische Zeitung, 8.8.1932.

    [29] Ebenda.

    [30] Die Protokollanten betonten insbesondere die Einfachheit des Essens, vgl.: Bericht über die 18. Versammlung deutscher Historiker in Göttingen, München/Leipzig 1933, S. 15.

    [31] Reitemeier, Der 18. Deutsche Historikertag, S. 132.

    [32] Frank und seinen Schülern wurde von den etablierten Fachvertretern weitgehend die Anerkennung verwehrt, obgleich sie der NS-Ideologie oft durchaus gewogen waren. Peter Schumann spricht daher von einem „halben Sieg“ für Frank, vgl.: Schumann, Historikertage, S. 406-434. Vgl. auch: Raßloff, Steffen: Zwischen „alter“ und „neuer“ Geschichtswissenschaft. Der 19. Deutsche Historikertag 1937 in Erfurt, in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt 68 (2007), S. 107-114.

    [33] Raßloff, Historikertag, S. 109.

    [34] Botzenhart, Erich: Der 19. Deutsche Historikertag in Erfurt, in HZ, Bd. 156 (1937), S. 659-667, hier: S. 661f. Diese Ausführungen des Frank Mitarbeiters Botzenhart ersetzten das klassische Berichtsheft.

    [35] Botzenhart, Historikertag, S. 667.

    [36] Zur Neugründung des Verbandes und der Wiedereinführung von Historikertagen vgl.: Schulze, Winfried: Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945, München 1989, S. 159-182.

    [37] Vgl. Sabrow, Martin: Der Kalte Krieg der deutsch-deutschen Geschichtswissenschaft 1949-1989, in: GWU 64, 2013, H. 3,4, S. 174-186.

    [38] Vgl.: Blaschke, Olaf: Verband im Umbruch? Herausforderungen und Konflikte um 1970, in: GWU 64, 2013, H. 3,4, S. 164-173.

    [39] Ritter, Historikertage, S. 515.

     

  • Freikarten für Göttinger Geschichtsstudierende!

     
    Der Universitätsbund Göttingen e.V. fördert die Göttinger Studierenden. Dem Seminar für Mittlere und Neure Geschichte der Universität Göttingen sind Mittel für die Vergabe von 50 Freikarten zum 50. Deutschen Historikertag für Göttinger Geschichtsstudierende genehmigt worden. Damit es möglichst fair zugeht, wird gelost. Jede und Jeder der in den Lostopf gelangen möchte, kann sich hier bis zum 23. Juli eintragen. Die Verlosung erfolgt einen Tag später. Spread the word!

    Und auf dem Historikertag dann natürlich die Sektion „Individuelle Verlierer – Kollektive Gewinner? Das Los als Entscheidungsmedium bei Amtswahlen im Mittelalter und Früher Neuzeit“ von Barbara Stollberg-Rilinger und Wolfgang Eric Wagner besuchen.
     

     

  • Neue Exkursion im Programm!

     

    Als neues, spannendes Element im Rahmenprogramm haben wir eine Exkursion zum Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein in das Programm aufgenommen. Vor Ort wird Dr. Susanne Rappe-Weber durch die Burg führen und das Archiv vorstellen.
    Anmeldungen können jederzeit über das Historikertags-Anmeldeformular getätigt  werden, auch wenn man sich bereits für den Kongress angemeldet hat.

    Lesen Sie hier die Exkursionsbeschreibung:

     

    Aufbruch der Jugend im 20. Jahrhundert zwischen Selbstbestimmung und Verführung

    Eine Exkursion zum Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein

    Die deutsche Jugendbewegung, entstanden im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts, war ein faszinierender Mikrokosmos der deutschen Gesellschaft. Sie hat Ideen und Wertvorstellungen, utopische Entwürfe und Stilformen hervorgebracht, die in Wechselwirkung mit der bürgerlichen Mentalität und Kultur starken Einfluss ausübten. Viele Aufbruch‑ und Reformbewegungen des 20. Jahrhunderts waren eng mit der Jugendbewegung verbunden. Das Archiv der deutschen Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein, gegründet 1922, sammelt, sichert und erschließt dazu die historischen Dokumente. Als wissenschaftliche Einrichtung am Erinnerungsort fördert es mit eigenen Publikationen, Tagungen und Ausstellungen die Erforschung von Jugendbewegung und Jugendkulturen. – Ausgehend von der hessischen Burggründung an der Werra (1415) über die Entdeckung und Einrichtung als Jugendburg (1920) führt die Exkursion anhand überlieferter Zeugnisse (Fahnenraum, Gedenktafeln, Archivalien) durch die widersprüchliche Geschichte des „Aufbruchs der Jugend“ während des 20. Jahrhundert.

     

    Burg Ludwigstein
    Burg Ludwigstein
     

     

  • TagungshelferInnen gesucht!

     

    Momentan arbeiten wir in einem Team von insgesamt neun Leuten fleißig an der Organisation des Historikertages. Doch für die Koordination von über 3000 TeilnehmerInnen brauchen wir noch ein wenig Hilfe und suchen darum rund 80 TagungshelferInnen für den September.

    Zu deren Aufgaben gehören die Betreuung von Sektionen und ReferentInnen im ZHG, die Begleitung von Exkursionen in Göttingen und Umgebung sowie die Betreuung des Schülerprogramms. Außerdem sollen die HelferInnen bei der Vorbereitung der Tagungsunterlagen und der Fach- und Verlagsausstellung mitarbeiten. Zusätzlich fallen Aufgaben bei den Eröffnungs- und Festveranstaltungen in der LOKHALLE und der Stadthalle an. Schließlich kommt der Bundespräsident!

    Als Vorbereitung auf die Arbeit beim Historikertag erhalten alle TagungshelferInnen in der ersten Woche eine Brandsicherheitseinführung, eine Schulung im Umgang mit der Präsentationstechnik und nehmen an einem Erste-Hilfe-Kurs teil.

    Bewerben können sich alle Studierenden der Georg-August-Universität bis zum 30.06.2014 mit Lebenslauf über www.historikertag.de/Goettingen2014/tagungshelferInnen. Studierende der Geschichtswissenschaft werden vorrangig berücksichtigt.

    Für die Tätigkeit als TagungshelferIn bietet das Organisationsbüro ein Praktikum im Bereich Veranstaltungsmanagement/Tagungsorganisation im Zeitraum vom 15. bis 26. September 2014 (1. Woche Vorbereitung / 2. Woche Historikertag) an. Das Praktikum wird mit 240,- € entlohnt.

    Wir freuen uns auf alle BewerberInnen.

    Aushang TagungshelferInnen

     

  • Schuleninfopaketpackaktionstagsbericht

     

    „111 Kilometer Stasi-Akten – Und kein Ende der Geschichte?“ und „100 Jahre 1. Weltkrieg – Was hat das mit mir zu tun?“ sind die beiden Sektionen des Schülerprogramms des Historikertages überschrieben. Schon die Titel dieser Sektionen machen deutlich: Hier geht es ganz konkret um das individuelle und direkte Verhältnis von Schülerinnen und Schülern zur Geschichte. Deshalb geht es in den Schülersektionen auch weniger um Vorträge und Zuhören, sondern vor allem ums Mitdiskutieren und Einmischen.

    Das Schülerprogramm am 24. September 2014 mit den Schülervorträgen und Schülersektionen ist ein wichtiges Element der Nachwuchsförderung auf dem Historikertag. Dank der Unterstützung durch die Körber-Stiftung können alle Schulklassen und Schülergruppen, die gerne möchten, kostenlos daran teilnehmen. Anmeldung einfach hier über die Homepage.

    Damit auch alle Bescheid wissen, haben wir Infopakete für alle weiterführenden Schulen in Niedersachsen und Nordhessen in einer Hau-Ruck-Aktion an einem Tag gepackt. Programmhefte, Plakate und Flyer sind auf dem Weg zu den Geschichtslehrerinnen und Geschichtslehrern. 25 Postkisten (Größe 3, wie wir jetzt wissen) wurden im Briefzentrum freundlich entgegengenommen.
     
     
    Erkenntnisse des Tages:

    1.  Ein Stapel Flyer fällt ab ca. 40 übereinanderliegenden um.
    2.  Es gibt exakt EINE richtige Variante, Postkisten zu stapeln.
    3.  Ein Stapel Info-Pakete fällt ab ca. 20 übereinanderliegenden um, es sei denn, man stützt sie an der Wand ab.
    4.  Unsere Tische halten über 250 kg Programmhefte aus.

     
     

    Es folgen bildliche Eindrücke:

     

  • HistorySlam – Ausschreibung

     

    HistorySlam auf dem Historikertag. Jetzt bewerben:

    Im Rahmen des 50. Deutschen Historikertags in Göttingen wird am 24. September 2014 um 20.15 Uhr erstmals ein Historyslam stattfinden. Dieser ‚Science Slam‘ der Geisteswissenschaften bietet eine große Vielfalt zu einer ideenreichen Auseinandersetzung mit historischen Forschungsthemen. Teilnehmerinnen und Teilnehmern wird die Möglichkeit geboten, bisherige Arbeiten zu präsentieren und in direkten Austausch mit einer breiten Hörerschaft zu gelangen. Außerdem können an diesem Abend neue Kontakte geknüpft und Einblicke in andere interessante Forschungsarbeiten gewonnen werden. Die Verbindung von vermeintlich „staubiger“ Wissenschaft und unterhaltsamen Kurzvortrag soll dem Publikum einen spannenden Einblick in die Vielfalt der Geschichtswissenschaft geben.
    Die Forschungsarbeiten sollen mithilfe eines ca. fünf-minütigen Vortrags und/oder einer Präsentation vorgestellt werden. Es sind alle Methoden und Requisiten erlaubt, die das Thema Kollegen, sowie Laien fachkundig und trotzdem unterhaltsam vermitteln, wobei der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Am Ende entscheidet eine Jury über die drei besten Vorträge des Abends, diese werden jeweils mit 300€, 200€ und 100€ prämiert. Zusätzlich wird ein Preis durch das Publikum vergeben.
    Die Aufforderung zur Teilnahme gilt allen Doktorandinnen und Doktoranden, die historisch arbeiten und ihre Forschungsthemen im Rahmen des Historyslams vorstellen möchten. Auch in ihrer Masterarbeit fortgeschrittene Studierende können sich bewerben.

    Wir bitten um eine E-Mail mit einem kurzen Abriss des Themas und einigen Sätzen zur Motivation bis spätestens 01.07.2014 an doktoranden@historikertag.de.

    Der HistorySlam wird im Slam-erprobten Theater im OP stattfinden.

    Unterstützt von der Gerda Henkel Stiftung. In Kooperation mit dem British Council.

     

  • Geschichtswissenschaftliche Einrichtungen der Georg-August-Universität Göttingen

     

    Geschichtswissenschaft wird in Göttingen seit der Gründung der Universität 1737 gelehrt. Im 19. Jahrhundert bildete sie sich schrittweise zu einer selbständigen Wissenschaft mit einer eigenen methodischen Grundlegung aus. Zwar behielt sie noch lange einen disziplinübergreifenden Charakter und blieb in der Nähe vor allem zur Politik- und Staatswissenschaft (Dahlmann) – ein Umstand, der es schließlich erlaubte, von einer „Göttinger Historischen Schule“ zu sprechen (Georg Waitz).
    Im Folgenden wollen wir einen kleinen Überblick über die geschichtswissenschaftlichen sowie der Geschichtswissenschaft nahestehenden Einrichtungen der Georgia Augusta geben. Die Beschreibungen stammen zum größten Teil von den Internetpräsenzen der jeweiligen Einrichtungen selbst, wurden der Übersicht halber jedoch verkürzt. Für weitergehende Informationen folgen Sie einfach den Links, die Sie zu den einzelnen Webauftritten führen.

     

    Das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte

    Die Göttinger Geschichtswissenschaft verband nicht nur die mittelalterliche und neuzeitliche Geschichte in einem Seminar (gegründet 1876), sondern bezog immer auch die Historischen Hilfswissenschaften (Gatterer) und die Landesgeschichte (Spittler, Havemann) mit ein. Auch die osteuropäische Dimension der Geschichte ist in Göttingen seit Schlözer im Blick gewesen, ebenso wie die Alte Geschichte.
    Heute profiliert sie sich besonders durch eine forcierte Weiterentwicklung neuerer Ansätze innerhalb der Sozial- und Kulturgeschichte. Dabei wird der enge nationalgeschichtliche Rahmen um europäische wie aber auch außereuropäische Dimensionen erweitert. Mit einer hervorstechend großen Anzahl an Graduiertenkollegs sowie diversen interdisziplinären Einrichtungen ist das Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte hier breit aufgestellt.
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    Das Althistorische Seminar

    Das von Prof. Dr. Tanja Susanne Scheer geleitete Althistorische Seminar Göttingen kann auf eine über einhundertjährige Geschichte zurückblicken. Alte Geschichte existiert an der Universität Göttingen seit 1897 als eigenständiges Fach, das Institut wurde 1955 eingerichtet.
    Heute hat das Althistorische Seminar zwei Standbeine in der universitären Lehre: Mit den altertumswissenschaftlichen Nachbarfächern bietet es den BA-Studiengang „Antike Kulturen“ sowie den eigenen Fachmaster „Geschichte des Altertums“ an. Mit dem Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte bestreitet es die BA- und MA-Studiengänge „Geschichte“ mit und ohne Lehramtsprofil. In der breit und interdisziplinär ausgerichteten Forschung setzt das Althistorische Seminar Göttingen seine Schwerpunkte im Bereich der Religions- und Kulturgeschichte sowie in der Antikenrezeption.
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    Der Diplomatische Apparat (Institut für Historische Hilfswissenschaften)

    Der Diplomatische Apparat ist eine wissenschaftliche Einrichtung der Philosophischen Fakultät und wird von Prof. Dr. Hedwig Röckelein geleitet. Er umfasst eine beispiellose Sammlung von weit mehr als tausend Schriftzeugnissen aus Spätantike, Mittelalter und Früher Neuzeit, abgefasst in verschiedensten, insbesondere alten und außereuropäischen Sprachen. Schon in der Gründerzeit der Universität existierte ein didaktisch ausgerichtetes „Diplomatisches Cabinet“, das der Diplomatik, der Lehre zur Erschließung und Erforschung von Urkunden, diente, aber auch Handschriften, Siegel und Kupferstich-Reproduktionen barg. Noch im heutigen, 1802 begründeten Apparat bilden Papst-, Kaiser-, Königs- sowie geistliche, dynastische, städtische und bürgerliche Privaturkunden den Grundbestand. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde die Sammlung von engagierten Wissenschaftlern um zahlreiche weitere Urkunden, Handschriften, Handschriftenfragmente und Siegel sowie neu erstellte Siegelabgüsse und Ablichtungen von Urkunden, Handschriften, Akten, Siegeln und Wappen auf Photographien und Diapositiven bereichert. Um die Recherchemöglichkeiten zu optimieren, werden die Bestände derzeit systematisch erfasst und in eine digitale Datenbank (OPAL – OnlinePortAL digitalisierter Kulturgüter Niedersachsens) aufgenommen.
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    Die Abteilung für Osteuropäische Geschichte (am Seminar für Mittlere und Neuere Geschichte)

    Die Göttinger Osteuropäische Geschichte am Lehrstuhl Prof. Dr. Manfred Hildermeier konzentriert sich in Lehre und Forschung auf die neuere russische Geschichte von Peter dem Großen bis zur Gegenwart. In diesem Bereich gehört sie zu den führenden in Deutschland. Außerdem besteht ein Angebot in der neueren ostmitteleuropäischen Geschichte (Polen, Böhmen/Tschechoslowakei). Der Lehrstuhl verfügt über eine der vollständigsten Bibliotheken für die neuere osteuropäische, besonders die russisch-sowjetische Geschichte in Deutschland.
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    Das Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

    Die Schwerpunkte der Forschung am Göttinger Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte liegen auf der Unternehmensgeschichte, der Konsumgeschichte sowie der Geschichte der Globalisierung. Das von Prof. Dr. Hartmut Berghoff (z.Zt. Direktor des DHI Washington D.C.) sowie PD Dr. Ingo Köhler (Vertretung) geleitete Institut vertritt in Forschung und Lehre eine theoretisch angeleitete Wirtschafts- und Sozialgeschichte, die sich vor allem mit der modernen Wirtschafts- und Sozialgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts befasst, aber auch ältere Zeiträume in den Blick nimmt. Dabei setzt es drei inhaltliche Schwerpunkte:
    Erstens befasst sich die Forschung mit Fragen der Konsumgeschichte, oder anders ausgedrückt: der Nachfrageseite der Wirtschaft. Zweitens gilt das Interesse der Geschichte der Unternehmen, die nicht nur als Produzenten von Gütern, sondern auch als gesellschaftliche Akteure begriffen werden. Die historischen Veränderungen der Weltwirtschaft, die mit dem Schlagwort der Globalisierung umrissen werden, bilden den dritten Schwerpunkt. Es bestehen zahlreiche Kooperationen innerhalb der Georg-August Universität Göttingen und mit internationalen Einrichtungen.
    Das Institut bietet zwei eigene Studiengänge an: „Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ als ein Hauptfach im Zwei-Fach-Studiengang BA der Philosophischen Fakultät sowie „Wirtschafts- und Sozialgeschichte“ als ein Ein-Fach-Masterstudiengang, das von der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät angeboten wird.
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    Das Institut für Historische Landesforschung

    Das Institut für Historische Landesforschung versteht sich als zentrale Forschungsstelle zur Konzeption und Durchführung von Forschungsvorhaben zur Geschichte Niedersachsens und zur vergleichenden Landesgeschichte. Es wurde im Jahre 1958 mit dem Ziel ins Leben gerufen, „alle Wissenschaften, die sich mit einer historischen Fragestellung dem Lande Niedersachsen zuwenden, zu einer die Fächer und Fakultäten übergreifenden Arbeitsgemeinschaft zusammenzuführen und ihre Untersuchungen aufeinander abzustimmen“.
    Die Leitung des Instituts hat Prof. Dr. Arnd Reitemeier inne. Sie ist seit 1959 mit dem Lehrstuhl für Niedersächsische Landesgeschichte der Georg-August-Universität verbunden, dem einzigen dieser Art in Niedersachsen.
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    Das Zentrum für Theorie und Methodik der Kulturwissenschaften (ZTMK / Center of Modern Humanities)

    Das Zentrum für Theorie und Methodik der Kulturwissenschaften ist ein netzwerkartiger Verbund von über 70 Vertretern und Vertreterinnen der Philosophischen, Sozialwissenschaftlichen und weiterer Fakultäten der Universität Göttingen. Das Zentrum dient (1) der Generierung fächer- und fakultätenübergreifender Drittmittelverbundprojekte mit Schwerpunkten in der Theoriereflexion und Theoriebildung als auch der expliziten Methodenentwicklung der beteiligten Disziplinen sowie (2) der Unterstützung von Einzel- und Verbundprojekten mit kulturwissenschaftlichem Fokus bei der Begründung  theoretisch-methodologischer Fragen besonders im Antragsstadium. Die Notwendigkeit einer Einrichtung eines Zentrums für explizite Theorien- und Methodenreflexion ist das Resultat der Cultural Turns, die die Geistes- und Sozialwissenschaften seit den späten 1980er Jahren nachhaltig verändert haben. Kultur dient dabei als „umbrella term“ für eine sich auf die Turns berufende Modifikation der Arbeits- und Argumentationspraxis. Mit den Cultural Turns entwickelt sich in den Geistes- und Sozialwissenschaften ein Korpus von Referenztexten, Problemfeldern und Denk- und Argumentationsweisen, die auf einer expliziten Theoriereflexion beruhen. Dabei integriert Theorie sowohl Elemente der Epistemologie und Wissenschaftstheorie als auch der Bildung Einzelfälle übergreifender Interpretations- und Narrationsmuster. Dadurch entwickelt sich eine gemeinsame Sprache, in der sich die geistes- und sozialwissenschaftlichen Disziplinen trotz der Disparität ihrer Forschungsthemen, -felder und ‑zeiträume miteinander verständigen können. Das Ziel des ZTMK ist es, empirische (Verbund-)Forschung theoretisch besser zu fundieren, die metatheoretische Reflexion in den Nicht-Naturwissenschaften voranzubringen und empirische Forschungen transdisziplinär anschlussfähig und wissenschaftlich reflektierter zu gestalten.
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    Das Göttingen Centre for Digital Humanities (GCDH)

    Die Digital Humanities (DH) sind ein Feld für Forschung, Lehre und Entwicklung, das sich den Berührungspunkten von Elektronischer Datenverarbeitung (EDV) und den diversen Geisteswissenschaften annimmt. In Göttingen werden die DH breiter ausgelegt und beinhalten so auch die Sozialwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und Rechtswissenschaften.
    Das GCDH ist eine fakultätsübergreifende Einrichtung der Georg-August-Universität Göttingen, das vom Gründungsdirektor Prof. Dr. Gerhard Lauer geleitet wird. Forschung und Lehre sowie die Umsetzung in digitale Infrastrukturen werden am Göttingen Research Campus koordiniert, durchgeführt und weiterentwickelt.
    Das Zentrum ist in enger Zusammenarbeit mit der Staats- und Universitätsbibliothek, der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, der Max Planck Gesellschaft und der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel entstanden. Das ausschließlich drittmittelfinanzierte GCDH wird in den nächsten Semestern Studiengänge in Zusammenarbeit mit der Informatik aufbauen, um Studentinnen und Studenten neue Wege in die Geisteswissenschaften zu eröffnen.
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    Das Zentrum für Mittelalter- und Frühneuzeitforschung (ZMF)

    Das interdisziplinäre Zentrum wurde im Wintersemester 1999/2000 eröffnet, es ist das älteste der insgesamt zehn geisteswissenschaftlichen interdisziplinären Zentren in Göttingen.
    Das ZMF wird von der Philosophischen Fakultät gemeinsam mit der Theologischen Fakultät und der Juristischen Fakultät getragen und vertritt so ein breites Spektrum an Disziplinen, die mit Mittelalter- und Frühneuzeitforschung befasst sind. Sein Direktor ist Prof. Dr. Thomas Kaufmann.
    Verschiedenen Forschungs- und Lehrzusammenhängen dient das Zentrum als institutionelle Plattform, es bietet regelmäßige Diskussions- und Vortragsveranstaltungen an und hat im Laufe der Jahre zahlreiche Kooperationen am Göttingen Research Campus und darüber hinaus etabliert.
    In das ZMF integriert ist die Abteilung für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit, ein Fach, das in besonderer Weise auf interdisziplinäre Projekte ausgerichtet ist.
    Im Wintersemester 2006/2007 wurde der Masterstudiengang Mittelalter- und Renaissance-Studien eingerichtet und seit dem 1. April 2009 ist das von Mitgliedern des ZMF initiierte DFG-Graduiertenkolleg „Expertenkulturen vom 12. bis zum 18. Jahrhundert“ hier angesiedelt.
    Das Zentrum bietet mit seinen regelmäßigen Veranstaltungen, den „Göttinger Streitgesprächen“ und den „Göttinger Vorträgen“, einen kommunikativen Rahmen für die auf dem Gebiet des Mittelalters und der Frühen Neuzeit forschenden Göttinger WissenschaftlerInnen und deren Gäste.
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  • Pressekonferenz zur Vorstellung des Programms

     

    Im Akademiesaal der Aula der Georg-August-Universität wurde gestern das Programm des 50. Deutschen Historikertages in Göttingen der Öffentlichkeit präsentiert.
    Benjamin Bühring (Geschäftsführer), Prof. Dr. Arnd Reitemeier (Sprecher des Ortskomitees), Dr. Nora Hilgert (Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.) sowie Angelika Daamen (Geschäftsführerin von Göttingen Tourismus e.V., unserem Partner für die Anmeldungsabwicklung) stellten das wissenschaftliche Programm sowie allgemeine Informationen zum Kongress Vertretern der Presse vor. Parallel wurde diese Pressemitteilung veröffentlicht:

     

    Historiker tagen zu „Gewinner und Verlierer“
    Programm für 50. Deutschen Historikertag in Göttingen vorgestellt

    (pug) Der 50. Deutsche Historikertag, eine der größten geisteswissenschaftlichen Tagungen Europas, findet vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen statt. Zur Jubiläumstagung, die vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD) gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (VGD) ausgerichtet wird, werden bis zu 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Schirmherr des Historikertages unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“ ist Ministerpräsident Stephan Weil. Der Historikertag hält besondere Höhepunkte bereit: Zum einen die Eröffnungsveranstaltung am 23. September 2014 in der Göttinger Lokhalle mit dem Festvortrag von Bundespräsident Joachim Gauck und zum anderen die Festveranstaltung am 25. September 2014 in der Stadthalle Göttingen mit Festrednerin Prof. Dr. Lyndal Roper von der Universität Oxford sowie Preisverleihungen. Den Abschlussvortrag wird Publizist und Historiker Dr. Wolfgang Schivelbusch zum Thema „Die Psychologie des Rückzugs“ halten.
    Die Besucher erwarten 70 wissenschaftliche Sektionen mit über 450 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, die größte Fach- und Verlagsausstellung der Geschichtswissenschaften mit über 120 Ausstellern, eigens für Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Programmpunkte, die Posterausstellung des Doktorandenforums mit über 50 präsentierten Arbeiten und erstmals ein geschichtsdidaktisches Forum für Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Sprecher des Göttinger Organisationskomitees, freut sich sehr, „dass die Universität Göttingen gerade diesen Jubiläumskongress ausrichten darf, der sowohl die große Vielfalt der Geschichtswissenschaften als auch die gesellschaftspolitische Relevanz von Geschichte unter Beweis stellen wird“.
    Die 70 wissenschaftlichen Sektionen bilden die gesamte chronologische wie methodisch-theoretische Breite der aktuellen Diskussionen in der Geschichtswissenschaft ab. Sie reichen von Veranstaltungen zu Fragen der Darstellung von Sieg und Niederlage in der Antike über Sektionen zu Mittelalterlichen Warlords, zur Piraterie in der Frühen Neuzeit bis hin zur Sexualität und Homosexualität im 20. Jahrhundert. Sportliche Wettbewerbe werden ebenso thematisiert wie Popgeschichte, Emotionsgeschichte, das Verhältnis von Wikipedia und Geschichtswissenschaft und kulturgeschichtliche Arbeiten zu Diäten. Gewinner und Verlierer werden unter ökonomischen, politischen, kulturellen, symbolischen und materiellen Gesichtspunkten betrachtet. Das Gedenkjahr 2014 mit seinen zahlreichen Jahrestagen bietet ebenfalls viele historische und aktuelle Bezüge zum Motto „Gewinner und Verlierer“. Der Vorsitzende des VHD, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, weist im Vorwort des Programmheftes aber auch darauf hin, dass das Motto bewusst „einen Kontrapunkt zu der ereignisfixierten Erinnerungskultur setzt und nach Konflikten und Prozessen fragt, an deren Ende ‚Gewinner und Verlierer‘ stehen können“.
    Das Partnerland des 50. Deutschen Historikertages ist Großbritannien, mit dem sowohl die Universität als auch die Stadt Göttingen und das Land Niedersachsen auf vielfältige Weise verbunden sind. Ein Fünftel der über 100 Referentinnen und Referenten lebt und arbeitet in Großbritannien. Mit den Professoren Lyndal Roper, Peter Mandler, Nick Stargardt und Christopher Clark werden gleich mehrere prominente britische Historiker in Göttingen zu Gast sein. „Die Universität Göttingen hat seit ihrer Gründung engste Verbindungen zu Großbritannien. Wir hoffen auf einen spannenden Austausch und sind uns sicher, beispielsweise mit der gemeinsamen Sektion von VHD und der Royal Historical Society zur politischen Psychologie und den Konstruktionen von Nationscharakteren im 20. Jahrhundert die gemeinsame Geschichte auch jenseits der vielen Jahrestage im Jahr 2014 aufzugreifen und historische Bezüge zu aktuellen weltpolitischen Debatten herzustellen“, sagt Prof. Reitemeier.
    Das Programm des 50. Deutschen Historikertages liegt ab sofort als gedrucktes Programmheft vor und ist im Internet unter www.historikertag.de abrufbar. Der Historikertag wendet sich sowohl an ein geschichtswissenschaftliches Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit. Für VHD- sowie VGD-Mitglieder ist die Anmeldung seit heute auf der Internetseite des Historikertages freigeschaltet, alle anderen Interessierten können sich ab dem 15. Mai anmelden.

     

    Kontaktadresse:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    Organisationsbüro 50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014
    Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: benjamin.buehring@phil.uni-goettingen.de

    Dr. Nora Hilgert
    Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
    c/o Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt, Telefon (069) 798-32571
    E-Mail: geschaeftsstelle@historikerverband.de

     

    Verantwortlicher Redakteur:    Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen    maik.eckardt@zvw.uni-goettingen.de
    Maik Eckardt    Tel. +49 551/39-7827    www.uni-goettingen.de

     

    Das Programm des 50. Deutschen Historikertages 2014 in Göttingen wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Von links nach rechts: Benjamin Bühring, Dr. Nora Hilgert, Prof. Dr. Arnd Reitemeier und
    Das Programm des 50. Deutschen Historikertages 2014 in Göttingen wird der Öffentlichkeit vorgestellt.
    Von links nach rechts: Benjamin Bühring, Dr. Nora Hilgert, Prof. Dr. Arnd Reitemeier und Angelika Daamen

     

     

  • Programm für 50. Deutschen Historikertag in Göttingen vorgestellt

    Historiker tagen zu „Gewinner und Verlierer“
    Programm für 50. Deutschen Historikertag in Göttingen vorgestellt

    (pug) Der 50. Deutsche Historikertag, eine der größten geisteswissenschaftlichen Tagungen Europas, findet vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen statt. Zur Jubiläumstagung, die vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. (VHD) gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V. (VGD) ausgerichtet wird, werden bis zu 3.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet. Schirmherr des Historikertages unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“ ist Ministerpräsident Stephan Weil. Der Historikertag hält besondere Höhepunkte bereit: Zum einen die Eröffnungsveranstaltung am 23. September 2014 in der Göttinger Lokhalle mit dem Festvortrag von Bundespräsident Joachim Gauck und zum anderen die Festveranstaltung am 25. September 2014 in der Stadthalle Göttingen mit Festrednerin Prof. Dr. Lyndal Roper von der Universität Oxford sowie Preisverleihungen. Den Abschlussvortrag wird Publizist und Historiker Dr. Wolfgang Schivelbusch zum Thema „Die Psychologie des Rückzugs“ halten.
    Die Besucher erwarten 70 wissenschaftliche Sektionen mit über 450 Referentinnen und Referenten aus dem In- und Ausland, die größte Fach- und Verlagsausstellung der Geschichtswissenschaften mit über 120 Ausstellern, eigens für Schülerinnen und Schüler ausgerichtete Programmpunkte, die Posterausstellung des Doktorandenforums mit über 50 präsentierten Arbeiten und erstmals ein geschichtsdidaktisches Forum für Geschichte in Wissenschaft und Unterricht. Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Sprecher des Göttinger Organisationskomitees, freut sich sehr, „dass die Universität Göttingen gerade diesen Jubiläumskongress ausrichten darf, der sowohl die große Vielfalt der Geschichtswissenschaften als auch die gesellschaftspolitische Relevanz von Geschichte unter Beweis stellen wird“.

    Die 70 wissenschaftlichen Sektionen bilden die gesamte chronologische wie methodisch-theoretische Breite der aktuellen Diskussionen in der Geschichtswissenschaft ab. Sie reichen von Veranstaltungen zu Fragen der Darstellung von Sieg und Niederlage in der Antike über Sektionen zu Mittelalterlichen Warlords, zur Piraterie in der Frühen Neuzeit bis hin zur Sexualität und Homosexualität im 20. Jahrhundert. Sportliche Wettbewerbe werden ebenso thematisiert wie Popgeschichte, Emotionsgeschichte, das Verhältnis von Wikipedia und Geschichtswissenschaft und kulturgeschichtliche Arbeiten zu Diäten. Gewinner und Verlierer werden unter ökonomischen, politischen, kulturellen, symbolischen und materiellen Gesichtspunkten betrachtet. Das Gedenkjahr 2014 mit seinen zahlreichen Jahrestagen bietet ebenfalls viele historische und aktuelle Bezüge zum Motto „Gewinner und Verlierer“. Der Vorsitzende des VHD, Prof. Dr. Martin Schulze Wessel, weist im Vorwort des Programmheftes aber auch darauf hin, dass das Motto bewusst „einen Kontrapunkt zu der ereignisfixierten Erinnerungskultur setzt und nach Konflikten und Prozessen fragt, an deren Ende ‚Gewinner und Verlierer‘ stehen können“.

    Das Partnerland des 50. Deutschen Historikertages ist Großbritannien, mit dem sowohl die Universität als auch die Stadt Göttingen und das Land Niedersachsen auf vielfältige Weise verbunden sind. Ein Fünftel der über 100 Referentinnen und Referenten lebt und arbeitet in Großbritannien. Mit den Professoren Lyndal Roper, Peter Mandler, Nick Stargardt und Christopher Clark werden gleich mehrere prominente britische Historiker in Göttingen zu Gast sein. „Die Universität Göttingen hat seit ihrer Gründung engste Verbindungen zu Großbritannien. Wir hoffen auf einen spannenden Austausch und sind uns sicher, beispielsweise mit der gemeinsamen Sektion von VHD und der Royal Historical Society zur politischen Psychologie und den Konstruktionen von Nationscharakteren im 20. Jahrhundert die gemeinsame Geschichte auch jenseits der vielen Jahrestage im Jahr 2014 aufzugreifen und historische Bezüge zu aktuellen weltpolitischen Debatten herzustellen“, sagt Prof. Reitemeier.

    Das Programm des 50. Deutschen Historikertages liegt ab sofort als gedrucktes Programmheft vor und ist im Internet unter www.historikertag.de abrufbar. Der Historikertag wendet sich sowohl an ein geschichtswissenschaftliches Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit. Für VHD- sowie VGD-Mitglieder ist die Anmeldung seit heute auf der Internetseite des Historikertages freigeschaltet, alle anderen Interessierten können sich ab dem 15. Mai anmelden.

     

    Kontaktadresse:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    Organisationsbüro 50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014
    Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: benjamin.buehring@phil.uni-goettingen.de

    Dr. Nora Hilgert
    Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
    c/o Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt, Telefon (069) 798-32571
    E-Mail: geschaeftsstelle@historikerverband.de

     

    Verantwortlicher Redakteur:    Wilhelmsplatz 1, 37073 Göttingen    maik.eckardt@zvw.uni-goettingen.de
    Maik Eckardt    Tel. +49 551/39-7827    www.uni-goettingen.de

  • Und noch mehr Verstärkung für das Organisationsbüro

     

    Seit Beginn des Monats ist das Team des Organisationsbüros um zwei neue Kräfte reicher:

    Svetoslav Stoyanov kommt aus Berlin und studiert in Göttingen Geschichte und Kulturanthropologie im fünften Bachelor-Semester. Er wird sich für den Göttinger Historikertag der Betreuung des Schülerprogramms annehmen.

    Lisa Hilbig stammt aus Braunschweig und hat ihr Bachelorstudium mit der Kombination Geschichte und Germanistik in Göttingen absolviert. Nun studiert sie im sechsten Master-Semester Geschichte, ebenfalls an der Georgia Augusta. Als “Springerin” wird sie sich den vielfältigsten Tätigkeiten in allen Aufgabenbereichen zuwenden.

     

    Wir freuen uns, die beiden als neue Verstärkung des Teams zu begrüßen!

     

    Svetoslav Stoyanov
    Svetoslav Stoyanov
    Lisa Hilbig
    Lisa Hilbig

     
     
     
     

     

  • Neue Team-Mitglieder

    Mit Beginn dieses Monats ist unser Team größer geworden. Wir freuen uns, dass Hanna Feesche und Marie Günther das Organisationsbüro verstärken.

    Hanna stammt aus Frankfurt am Main und studiert hier in Göttingen Geschichte und Politik im 5. Bachelor-Semester.
    Marie kommt aus Lüneburg. Sie ist im 3. Fachsemester und studiert Geschichte und Religionswissenschaft.

     

    Hanna Feesche
    Hanna Feesche
    Marie Günther
    Marie Günther

     

    Beide teilen sich einen vielfältigen Aufgabenbereich. Sie betreuen das von der Gerda-Henkel-Stiftung unterstütze Doktorandenforum mit allen seinen Facetten. Außerdem sind sie für das neue „Forum für Geschichte in Wissenschaft und Unterricht“ zuständig.

    Damit ist der Raum des Organisationsbüros zu den wöchentlichen Team-Besprechungen bereits gut gefüllt. Für die Umsetzung des Schülerprogramms benötigen wir allerdings noch Unterstützung: Stellenausschreibung – Studentische Hilfskraft. Wir setzen uns immer mittwochs zusammen und halten uns gegenseitig auf dem Laufenden. Das Organisationsbüro ist aber auch unter der Woche fast immer besetzt und ein richtiges Büro-Schild gibt es nun auch.

     

    Türschild des Organisationsbüros
    Türschild des Organisationsbüros
  • Start des Blogs

    Liebe BesucherInnen,

    Das Organisationsteam begrüßt Sie sehr herzlich auf dem offiziellen Blog des 50. Deutschen Historikertages 2014 in Göttingen!

    Ab sofort finden Sie hier aktualisierte Informationen rund um den Historikertag – wir halten Sie regelmäßig über das Veranstaltungsprogramm, über den organisatorischen Prozess und über alle weiteren Neuerungen auf dem Laufenden. Dazu werden wir Einblicke in unsere Arbeit geben und sicherlich auch Gastbeiträge von beteiligten Institutionen und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern einbinden. Um Sie bestmöglich und bequem zu informieren, ergänzen weitere Kanäle unser Blogangebot:

    Folgen Sie uns auf Twitter, um über neue Blogeinträge informiert zu werden sowie aktuellste Kurznachrichten direkt vom Tagungsgeschehen zu erhalten. Nachdem bereits während der letzten Historikertage die Hashtags #HisTag10 und #HisTag12 erfolgreich eingesetzt wurden, kennzeichnen wir alle Tweets mit #HisTag14, damit Sie stets den Überblick behalten. Besuchen Sie auch unsere Facebook-Seite, auf der man sich in den kommenden Monaten über das Programm des Historikertages, Inhaltliches aus den Sektionen, aber auch über Übernachtungs- oder Anfahrtsmöglichkeiten austauschen kann. Zudem werden hier alle Tweets erscheinen, womit die Facebook-Seite zu einer umfangreichen Austausch- und Informationsplattform wird.

    Darüber hinaus möchten wir gerne die Gelegenheit nutzen, uns Ihnen als Organisationsteam vorzustellen. Die Arbeit hier in Göttingen an der Georg-August-Universität wird vom Ortskomitee, der Geschäftsführung und dem Organisationsbüro getragen.

    Das Ortskomitee für den 50. Deutschen Historikertag besteht aus: Prof. Dr. Arnd Reitemeier [Professur für Niedersächsische Landesgeschichte und Direktor des Instituts für Historische Landesforschung], Prof. Dr. Dirk Schumann [Professur für Neuere und Neueste Geschichte], Prof. Dr. Hedwig Röckelein [Professur für Früh- und Hochmittelalter und Leiterin des Diplomatischen Apparats], Prof. Dr. Michael Sauer [Professur für Fachdidaktik Geschichte]. Sprecher des Ortskomitees ist Prof. Reitemeier.


    benjamin_buehring1_randDie Geschäftsführung hat Benjamin Bühring inne. Er hat in Kiel Geschichte, Anglistik und Pädagogik studiert und 2009 mit dem ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgeschlossen. Mit einer Arbeit über Verwaltung als Kommunikationsprozess unter den Bedingungen der Personalunion zur Zeit Georg I. und Georg II. wurde er Anfang 2013 in Göttingen promoviert.

    Das Organisationbüro setzt sich momentan aus vier studentischen Mitarbeitern zusammen, die in den kommenden Monaten sicherlich noch Verstärkung erhalten werden.

    marten_hansen_randMarten Hansen schloss sein Bachelorstudium bereits in Göttingen ab und studiert seitdem im ersten Fachsemester Master of Education Englisch und Geschichte. Der gebürtige Schleswig-Holsteiner nimmt sich für den Historikertag der Betreuung der Referenten und Sektionen sowie der Eröffnungs- und Festveranstaltung an.

    theresa_herbrand_randMaria Teresa Herbrand aus Niedersachsen befindet sich im ersten Fachsemester Master of Education in der Kombination Geschichte und Deutsch. Auch sie absolvierte ihr Bachelorstudium zuvor an der Georg-August-Universität. Die Verlagsausstellung und das Forum „Geschichte in Wissenschaft und Unterricht“ bilden ihr Tätigkeitsfeld für den Göttinger Historikertag.

    kristina_schulz_randKristina Schulz kommt ebenfalls aus Niedersachsen und studiert im dritten Fachsemester Bachelor of Arts die Fächer Englisch und Geschichte. Sie ist für die Referentenbetreuung und die Organisation des Exkursionsangebotes tätig.

    christian_wachter_randChristian Wachter stammt aus Schleswig-Holstein und erlangte den Grad eines Bachelor of Arts in Geschichte und Philosophie an der Universität Hamburg. Er studiert nun im fünften Master-Fachsemester die gleiche Kombination in Göttingen. Für den Historikertag widmet er sich der Pressearbeit sowie der Administration und Redaktion der Homepage wie auch der Social-Media-Präsenzen.

  • Vorstellung des Corporate Design

    Historikertag 2014 in Göttingen: „Gewinner und Verlierer“
    Vorstellung des Corporate Design am 8. Oktober 2013 im Kulturwissenschaftlichen Zentrum

    (pug) Im September 2014 findet an der Universität Göttingen der 50. Deutsche Historikertag unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“ statt. Mit mehr als 3.000 Teilnehmern ist der Historikertag einer der größten geisteswissenschaftlichen Kongresse Europas. Die über 300 wissenschaftlichen Vorträge werden ergänzt von einem umfangreichen Rahmenprogramm, speziellen Inhalten für Schüler und Promovierende sowie einer öffentlichen Fachausstellung mit mehr als 100 Verlagen. Dabei richtet sich der Historikertag nicht nur an Fachwissenschaftler: Jeder Interessierte kann sich anmelden und als Gast am Kongress teilnehmen. Plakate, Banner, Programmhefte und eine eigene Internetseite werden die Tagung in der Öffentlichkeit sichtbar machen. Im Auftrag des Organisationskomitees hat die Göttinger Agentur oaf | medium als Sieger einer Ausschreibung ein Corporate Design für den 50. Historikertag entworfen.

    Anlässlich der offiziellen Vorstellung von Logo, Plakat und Internetseite des 50. Deutschen Historikertages laden die Universität Göttingen und der Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) herzlich zu einem gemeinsamen Foto- und Pressetermin ein:

    Dienstag, 8. Oktober 2013, 11 Uhr
    Kulturwissenschaftliches Zentrum, Heinrich-Düker-Weg 14, Raum 2.636

    Als Gesprächspartner stehen zur Verfügung:

    • Prof. Dr. Arnd Reitemeier, Universität Göttingen, Sprecher des Ortskomitees zur Vorbereitung des Historikertages
    • Benjamin Bühring, Universität Göttingen, Geschäftsführer des Historikertages
    • Dr. Nora Hilgert, Geschäftsführerin des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
    • Olga Hieb, Inhaberin der Agentur oaf | medium, Göttingen
    • Oliver Riedel, Creative Director der Agentur oaf | medium, Göttingen
  • Fachtagung mit mehr als 3.000 Teilnehmern unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“

    50. Deutscher Historikertag 2014 an der Universität Göttingen
    Fachtagung mit mehr als 3.000 Teilnehmern unter dem Motto „Gewinner und Verlierer“

    (pug) Mehr als 3.000 Wissenschaftler, Lehrer und Studierende treffen sich vom 23. bis 26. September 2014 an der Universität Göttingen zum 50. Deutschen Historikertag. Der Kongress zählt zu den größten geisteswissenschaftlichen Fachtagungen Europas. Das Motto der Jubiläumsveranstaltung lautet „Gewinner und Verlierer“. Partnerland des Historikertages ist Großbritannien, mit dem Niedersachsen und die Universität Göttingen traditionell eng in Verbindung stehen: Die Georgia Augusta wurde nach ihrem Gründer, dem britischen König Georg II. benannt. Hierauf nimmt auch die Niedersächsische Landesausstellung 2014 „Hannovers Herrscher auf Englands Thron 1714 bis 1837“ Bezug.

    Die Rede von Gewinnern und Verlierern gehört seit der Antike zum Kernbestand der Deutung historischen Geschehens. Das Bild vom Gewinner und Verlierer wird dabei von Wettbewerben wie dem sportlichen Wettkampf, der demokratischen Wahl und Konflikten geprägt, an deren Ende sich Sieger und Besiegte gegenüberstehen. Aber auch historische Prozesse wie der Aufbau und Zerfall von Staaten, die Erschließung von Handelsrouten oder koloniale Expansion haben Gewinner und Verlierer – allerdings treten diese unter Umständen erst in der historischen Untersuchung und im historischen Urteil als solche hervor. Die Rede von Gewinnern und Verlierern ist dabei stets an bestimmte Perspektiven und das Selbstverständnis der Akteure gebunden. Annahmen darüber, welches „Spiel“ eigentlich gespielt wird, und Erwartungen hinsichtlich der künftigen Entwicklung bestimmen mit, wer als Gewinner und wer als Verlierer gilt.

    Der Deutsche Historikertag nimmt alle zwei Jahre traditionell die epochale wie thematische Breite der Geschichtswissenschaft in den Blick und versteht sich als Schaufenster und Forum der aktuellen Forschung. Gleichzeitig handelt es sich dabei um ein bedeutendes gesellschaftliches Ereignis, bei dem sich die deutsche Geschichtswissenschaft, Stadt und Universität Göttingen sowie das Land Niedersachsen einer großen Öffentlichkeit präsentieren können. Weitere Informationen zum 50. Deutschen Historikertag 2014 sind im Internet unter www.historikerverband.de sowie demnächst auch unter www.historikertag.de zu finden.


    Kontaktadressen:

    Benjamin Bühring
    Georg-August-Universität Göttingen
    Organisationsbüro 50. Deutscher Historikertag Göttingen 2014
    Heinrich-Düker-Weg 14, 37073 Göttingen, Telefon (0551) 39-21283
    E-Mail: benjamin.buehring@phil.uni-goettingen.de

    Dr. Nora Hilgert
    Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V. c/o Goethe-Universität Frankfurt am Main
    Grüneburgplatz 1, 60323 Frankfurt, Telefon (069) 798-32571
    E-Mail: geschaeftsstelle@historikerverband.de

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Ab sofort können private Unterkunftsmöglichkeiten auf unserer Facebook-Gruppe vermittelt werden. Jede und jeder, die/der ein Zimmer, ein Bett oder auch nur eine Couch während der Zeit des Historikertages zur Verfügung stellen möchte, kann sich hier melden oder auf das jeweilige eigene Angebot auf einem externen Portal verweisen. Wer noch keine Unterkunft gefunden hat, kann hier auch ein Gesuch einstellen.