Diskussionsforum 2: Open Access in den Geisteswissenschaften: Wie? Wer? Wieviel?

  • Stefan Brakensiek (Universität Duisburg-Essen)
  • Dorothee Graf (Universitätsbibliothek Duisburg-Essen)
  • Stefanie Hanneken (transcript Verlag)
  • Michael Kassube (Bayerische Staatsbibliothek München)
  • Diethard Sawicki (Brill Verlag/Ferdinand Schöningh)
  • Nicole Walger (Universitätsbibliothek Duisburg-Essen)

Nicht nur die Prozesse, auch die Ergebnisse wissenschaftlicher Tätigkeit sind inzwischen digital: Verlage produzieren meist parallel gedruckte und E-Books oder reine online-Zeitschriften. Open Access, der freie online-Zugang zu wissenschaftlichen Inhalten, wurde mittlerweile auf EU-Ebene als wissenschaftspolitischer Rahmen implementiert („Plan S“). 

Vertreter:innen verschiedener Rollen und Aufgaben beleuchten in kurzen Impulsen für die anschließende Publikumsdiskussion, wie sich die konkreten Publikationsbedingungen für Geschichtswissenschaftler*innen ändern, etwa bezüglich nationaler und internationaler Sichtbarkeit. Auch die formalisierten Verfahren der Manuskriptbeurteilung zur Qualitätssicherung und die wachsende Bedeutung technischer Standards sowie von Kenntnissen im Urheber- und Lizenzrecht werden thematisiert. Das bisherige Finanzierungsmodell „Kauf“ wird obsolet, neue Publikationsmodelle mancher Großverlage überschreiten die Grenze der Finanzierbarkeit, und insbesondere kleinere Verlage stehen vor großen technischen Herausforderungen. Die Rollen und Aufgaben der Akteure im Publikationswesen verändern sich und ergeben neue Koalitionen. Geplant ist eine Sachstandsbeschreibung mit kritischem Blick auf die Zukunft.