Wirtschaftsdemokratie. Machtkonflikte um Demokratie und Arbeit nach 1945
Die Demokratisierung der ökonomischen Verhältnisse zählte zu den zentralen Zielen der Arbeiter:innenbewegung. Mit dem Konzept der „Wirtschaftsdemokratie“ suchten die Gewerkschaften in den 1920er-Jahren einen Weg zwischen Kapitalismus und kommunistischer Planwirtschaft. In einem Dreiklang aus staatlicher Wirtschaftspolitik, Gemeinwirtschaft und Mitbestimmung sollte die Unternehmermacht eingehegt werden. Diese Vorstellungen wurden nach 1945 in Westdeutschland erneut aufgegriffen und stießen in der damaligen Legitimationskrise des Kapitalismus auf Resonanz bis in konservative Kreise. Mit der deutschen Einheit wurde das westdeutsche Modell der Mitbestimmung auf Ostdeutschland übertragen.
Keynote und Podiumsdiskussion diskutieren die Rolle der Machtdynamiken zwischen „Kapital und Arbeit“ für die Demokratie in Deutschland. Diskutiert wird, inwieweit die Ausweitung der Einflusszonen von Gewerkschaften und das Empowerment der Arbeiter:innenschaft zur gesellschaftlichen Stabilität beitrugen und – angesichts der Bedrohung für die Demokratie – beitragen.
Die Veranstaltung wird organisiert vom Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung und der Hans-Böckler-Stiftung.
Die Veranstaltung findet statt im Elisabeth-Selbert-Saal, Friedrich-Ebert-Stiftung, Godesberger Allee 149, 53175 Bonn.
Die Veranstaltung ist auf 230 Plätze begrenzt. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: https://www.fes.de/veranstaltungen/veranstaltungsdetail/283620