Machtmechanismen im Dritten Reich – Hitlerjugend und Jugendwiderstand
„Wer die Jugend hat, der hat die Zukunft.“ So formulierte es wohl bereits Napoleon Bonaparte und auch die Nationalsozialisten wussten um die Wichtigkeit einer Einbindung der Jugend. Nicht nur jeder einzelne Erwachsene der sog. „Volksgemeinschaft“ sollte in den verschiedenen nationalsozialistischen Verbänden vereinnahmt werden, sondern auch bereits Kinder in der HJ und dem BDM. Wer die Zukunft hat, hat auch die Macht darüber. Daher geht es in diesem Workshop um Machtmechanismen. Einerseits formulierte der Nationalsozialismus einen totalen Erfassungsanspruch (ab 1939 wurde die Mitgliedschaft in der HJ Pflicht), andererseits war die HJ auch ein Ort, wo Jugendliche Macht über andere ausüben konnten. Zugleich gelang es jedoch im „Dritten Reich“ nie, diesen totalen Anspruch durchzusetzen. Der über sie ausgeübten Macht entzogen sich einige wenige Jugendliche durch widerständiges Handeln: „Lasst euch euren freien Willen, das Kostbarste, was ihr besitzt, nicht nehmen“ stand beispielsweise in einem Flugblatt gegen die HJ.
Der Workshop richtet sich an Schüler:innen der Klassen 9–13. Eine Anmeldung per E-Mail an bonn@historikertag.de ist erforderlich.