Kick-Off des neuen AK „Lesedidaktik“
Aktuellen Studien und Medienberichten zufolge, steckt die Gesellschaft in einer „Lesekrise“ (Die Zeit, 18/2025), die nicht zuletzt in Zusammenhang mit der fortschreitenden Digitalisierung gesehen wird. In den Geschichtswissenschaften mehren sich schon seit geraumer Zeit die Beobachtungen über defizitäre oder zurückgehende Lesekompetenzen bei Studierenden (u.a. von Lutz Raphael in der FAZ, 31.3.2024). In geschichtswissenschaftlichen Studiengängen an deutschen Universitäten werden Lesekompetenzen allerdings zumeist weitgehend vorausgesetzt, und es existiert bislang kaum hochschuldidaktische Literatur über die Vermittlung von Lesekompetenzen im Geschichtsstudium (vgl. Verena von Wiczlinski, Lesen im geschichtswissenschaftlichen Studium, Frankfurt a.M. 2018). Um Empfehlungen für eine fachspezifische Lesedidaktik für das Fach Geschichte zu entwickeln, wird im VHD nun ein neuer Arbeitskreis eingerichtet.
Zur Einführung des neuen Arbeitskreises bringt das Podium Diskutant:innen aus Geschichtsdidaktik und Fachwissenschaft, Leseforschung und Literaturwissenschaft ins Gespräch. Zunächst unternimmt das Podium eine kritische Bestandsaufnahme über den Stand der Lesekompetenzen und ihre Rolle in der Hochschuldidaktik an deutschen Universitäten. Zweitens dient das Podium dazu, mögliche Perspektiven und Aufgaben des neuen Arbeitskreises zu explorieren. Das Podium öffnet sich schließlich auch den Fragen des Publikums. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung mit der Thematik soll die Veranstaltung nicht zuletzt der Vernetzung zwischen allen VHD-Mitgliedern dienen, die Interesse haben, an dem neuen Arbeitskreis mitzuwirken.