Demokratie und Freiheit nach außen verteidigen. Die Bundesrepublik der 1950er Jahre vor sicherheitspolitischen Herausforderungen
Schon bei ihrer Gründung im Jahr 1949 ist die Bundesrepublik Deutschland mit sicherheitspolitischen Fragen von größter Tragweite konfrontiert: Wie expansiv ist die Sowjetunion, deren Truppen halb Europa – und halb Deutschland – besetzt halten? Ist auf den Schutz der USA Verlass? Wie können die europäischen Demokratien selbst zu ihrer Sicherheit beitragen? Gelingt es der Bundesrepublik, nur wenige Jahre nach dem von NS-Deutschland geführten Angriffs- und Vernichtungskrieg eine Armee aufzubauen, die Demokratie und Völkerrecht verpflichtet ist? In welchem Verhältnis stehen Abschreckung und Diplomatie, Werte und Interessen, wenn es um existenzielle Fragen von Krieg und Frieden geht?
Der Workshop bietet Schülerinnen und Schülern der Oberstufe einen Einblick in den sicherheitspolitischen und strategischen Problemhorizont der 1950er Jahre und fragt ergebnisoffen nach der Bedeutung der damaligen Erfahrungen für heute. Besonders im Fokus steht dabei die Entstehung der Bundeswehr.
Die Veranstaltung ist ein Angebot der Abteilung für Didaktik der Geschichte des Instituts für Geschichtswissenschaft der Universität Bonn und der Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus (Rhöndorf). Eine Anmeldung per E-Mail an bonn@historikertag.de ist erforderlich.