


(29. September 2010 - 15.15 bis 18 Uhr - HS 1.205)
Leitung: Prof. Dr. Hannes Siegrist, Leipzig / Prof. Dr. Hartmut Kaelble, Berlin / Prof. Dr. Jakob Vogel, Köln
1. Europa in Quellen: Themenportal Europäische Geschichte. Ein Projekt des Vereins Clio-online – Fachportal für die Geschichtswissenschaften, Historisches Fachinformationssystem e.V.
Referent/in: Prof. Dr. Hannes Siegrist, Leipzig / Dr. Rüdiger Hohls, Berlin
2. Europa der Transfers: EGO – Europäische Geschichte online. Ein Projekt des Instituts für Europäische Geschichte Mainz
Referent/in: Prof. Dr. Irene Dingel, Mainz / Dr. Joachim Berger, Mainz
3. Europa in Schulbüchern: Eurviews. Europa im Schulbuch / Edumeres. Informations- und Kommunikationsportal für die internationale Bildungsmedienforschung
Referent/in: Prof. Dr. Simone Lässig, Braunschweig
4. Nutzer und Verleger im Gespräch mit den Betreibern von Internetportalen
Statements:
Dr. Christian Jung, Heidelberg
Dr. Thomas Schaber, Stuttgart
Dr. Isabella Löhr, Heidelberg
Manuel Müller, Berlin
Abstract
Die dreistündige Veranstaltung greift das Motto des Historikertags 2010 auf. Das Podium überschreitet Grenzen in vielfacher Hinsicht: Es möchte Europa als ein Thema der Grenzüberschreitung präsentieren, kann dabei freilich auch Grenzverfestigung nicht übersehen. Es präsentiert mit dem Internet das Medium, das am leichtesten nationale Grenzen überschreitet, aber auch an Sprachgrenzen fest hängen kann. Es überschreitet Binnengrenzen der Forschung und Grenzen zwischen Nutzergruppen. Herausgeber und Autoren von Internetportalen zur europäischen Geschichte diskutieren mit Hochschullehrern, Geschichtslehrern, Nachwuchsforschern, Studierenden und Verlegern. Insgesamt geht es weniger, darum ein Novum vorzustellen, als um eine Zwischenbilanz auf der Suche nach neuen Themen, Methoden und medialen Formen in der europäischen Geschichte.
Das Podium „Geschichte Europas Online“ stellt im ersten Block drei Internetportale vor, die das Wissen und die Materialien zur Geschichte Europas in jeweils spezifischer Weise aufbereiten, darstellen und für die Lehre, Forschung sowie den allgemeinen Gebrauch öffentlich zugänglich machen. Im Anschluss daran diskutieren die Portalverantwortlichen über inhaltliche Ähnlichkeiten und Unterschiede, Chancen und Probleme des Mediums, Synergien und Kooperationsmöglichkeiten.
Der zweite Block wird durch Statements von Nutzern, Prosumern (d.h. Inhaber hybrider Produzenten- und Konsumentenrollen) und Verlegern eingeleitet. Die dazu eingeladenen Geschichtslehrer, Wissenschaftler, Studierenden und Verleger diskutieren im Anschluss daran mit den „Produzenten“ über Themen, Ziele und Methoden, Formen der Darstellung und Kommunikation sowie die Bedeutung für die Lehre und Forschung sowie das allgemeine Publikum. Es soll durchaus kritisch gefragt werden, inwiefern sich die von Wissenschaftlern betreuten Fachportale zur europäischen Geschichte hinsichtlich der Themen und der Darstellungsmethoden von anderen Präsentationen unterscheiden; welches der Nutzen des Publizierens im Open access ist; wie die Rechte und Interessen der Autoren gesichert werden; wie das Publikum von Forschern, Professoren, Lehrern, Studenten, Schülern und historischen Interessenten mit diesen Publikationen umgeht; und inwiefern Open access-Publikationen eine Alternative oder Ergänzung zu den traditionellen Printmedien und Publikationsverfahren darstellen.
Der dritte Block dient der Diskussion zwischen dem Podium und dem Publikum.