(Carola Dietze, Gießen)
Carola Dietze, Gießen:
Einleitung: Konturen einer Geschichte des Rechtsterrorismus in Europa und den USA von 1865 bis heute
Daniel Schmidt, Münster/Gelsenkirchen:
Rechtsterroristische Gewalt im Europa der Zwischenkriegszeit: Italien und Deutschland im Vergleich
Constantin Iordachi, Budapest: Manufacturing Martyrdom: Ideology and Practice of the Fascist Iron Guard in Inter war Romania
Michael Sturm, Münster:
»Taten statt Worte«: Zur Anatomie des Rechtsterrorismus in Europa nach 1945
Christoph Kopke, Berlin:
Kommentar
Abstract (scroll down for English version)
In der sozialwissenschaftlichen sowie auch in der historischen Terrorismusforschung hat der Rechtsterrorismus – anders als der Linksterrorismus und der ethnisch-nationalistische Terrorismus – bisher vergleichsweise wenig Aufmerksamkeit erhalten. Nicht zuletzt angesichts der Gewalttaten der Gruppe »Nationalsozialistischer Untergrund« (NSU) sowie anlässlich der Wiederaufnahme der Ermittlungen zum Oktoberfestattentat im Jahre 1980 erscheint es jedoch wünschenswert, dass die Geschichtswissenschaft sich der Erforschung des Rechtsterrorismus stärker widmet, um über die Beschäftigung mit einzelnen Gruppen und Gewalttaten hinaus, Kontinuitäten und Veränderungen sowie typische Strukturen und Rezeptionsprozesse aufzuzeigen. Ziel dieser Sektion ist es, anhand der Analyse ausgewählter Fallbeispiele Ansätze zu einer solchen Geschichte des Rechtsterrorismus zu entwickeln.
Abstract (English)
Until recently, right-wing terrorism has received comparatively less attention than forms of left-wing, ethnic-nationalist and religious terrorism; this is true both in the social sciences and in the historical profession. Current events such as the terrorist violence perpetrated by the right-wing group “Nationalsozialistischer Untergrund” around the turn of the millenium and the reopening of the investigation of a right-wing background of the “Oktoberfestattentat“ in 1980 (when a bomb exploded at the main entrance to the Oktoberfest-compound, killing 13 people and injuring more than 200) call on historians to pay more attention to forms of right-wing terrorism. On the basis of studies that deal with different groups and their violent acts we need to frame an analysis of continuities and changes as well as typical structures and reception processes in the history of right-wing terrorism. The aim of this section which focuses on selected cases is to present and discuss a preliminary outline of such a more comprehensive history of right-wing terrorism.



