Unsichtbares sichtbar machen. Zur Rekonstruktion des (vermeintlich) Verlorenen
Auf welcher Grundlage schreiben wir Geschichte? Ausgangspunkt gesellschaftlichen Wissens und historischer Wissensproduktion sind fassbare Quellen und mit ihnen verbunden meist Materialität und Sichtbares, gleich in welcher Form. Von der Urkunde zum dinglichen Relikt: Was wir sehen und erfahren bestimmt, was wir tradieren. Wenn unsere Quellen unsichtbar werden oder gar verloren gehen, entstehen unabsehbare Dynamiken für unsere Wissenskulturen. Das interdisziplinäre Panel möchte drei Impulse zur Nutzung unsichtbarer und vermeintlich verlorener Wissensbestände geben. In drei Vorträgen werden anhand regionaler Beispiele neue Methoden, Techniken und Quellen zur Rekonstruktion oder Neuentdeckung unbekannter oder verlorener Wissensbestände beleuchtet und diskutiert.
Es handelt sich um eine gemeinsame Veranstaltung des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte, des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen, des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland und des MiQua LVR-Jüdischen Museums im Archäologischen Park.