Luisa Hulsroj, Helmut Rönz (Sektionsleitung)

Macht(los)!? Gedenken und Forschen über die NS-Medizinverbrechen

Themen:
Sprache: Deutsch
Ort: LVR-Landesmuseum
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An wen wird erinnert? Wer wird vergessen? Die Erinnerung an Ereignisse, Prozesse und Personen ist immer auch Ausdruck dynamischer Machtverhältnisse. Auch wer erinnert ist oftmals entscheidend. Dabei entwickelt sich Erinnerungskultur fortlaufend weiter und verändert sich. Diese Fragestellungen und Prozesse wollen wir gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern anhand des Gedenkens an die Todesopfer der NS-Medizinverbrechen thematisieren. Diese Opfergruppe wurde in der Öffentlichkeit lange ausgeblendet – und wenn sie doch thematisiert wurde, dann beschäftigte man sich mit Zahlen, nicht mit Schicksalen. Der LVR erarbeitet dazu im Moment ein Online-Gedenkbuch für das Rheinland. Hier sollen Menschen und ihre Geschichten sichtbar gemacht werden. Im Workshop bearbeiten die Schülerinnen und Schüler in Gruppenarbeit passende Quellen und diskutieren verschiedene Fragen, etwa wie (Online-)Erinnerungsformate der Gegenwart aussehen sollten. Ziel der Veranstaltung ist es, das Verhältnis von Gedenken und Erinnerung zu reflektieren und Machtstrukturen in der Geschichte zu hinterfragen.

Das Angebot des LVR-Instituts für Landeskunde und Regionalgeschichte richtet sich an eine Oberstufen-Schulklasse (max. 35 Personen, bevorzugt Leistungskurs o.ä.). Anmeldung erforderlich –  nach der Anmeldung erhalten Lehrpersonen nach Bedarf Material für eine vorbereitende Unterrichtsstunde. Anmeldung an: bonn@historikertag.de

Der Workshop wird außerdem am 18.9. um 14:30 Uhr in Hörsaal 5 sowie am 19.9. um 10 Uhr im LVR-Landesmuseum angeboten. Eine Anmeldung per E-Mail an bonn@historikertag.de ist erforderlich.

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