Geschichte auf großer Bühne – zwei Bundespräsidenten erzählen vom Krieg
Dieses Jahr jährte sich der 8. Mai 1945 – der Tag der bedingungslosen Kapitulation NS-Deutschlands und damit das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa – zum 80. Mal. In ganz Europa fanden hochkarätig besetzte Gedenkveranstaltungen statt, wurden Ausstellungen gezeigt, liefen Fernsehdokumentationen rauf und runter. Im United Kingdom feiert man das Datum als „VE Day“ („Victory in Europe“), in Deutschland spricht man mittlerweile ganz selbstverständlich vom „Tag der Befreiung“. Bis in die 1980er Jahre jedoch haben weite Kreise der bundesrepublikanischen Gesellschaft dabei eher an „Niederlage“ als an „Befreiung“ gedacht.
In diesem Workshop zur Erinnerungskultur in der Bundesrepublik wird der Umgang mit diesem wichtigen Datum untersucht. Anhand der Reden von zwei Bundespräsidenten bei den offiziellen Staatsakten anlässlich runder Jahrestage des 8. Mai lassen sich dabei verschiedene Entwicklungen deutlich machen.
Bei solchen Gelegenheiten zeigt sich, wie ein Staat auf die eigene Geschichte blickt. Aber welche Geschichte wird hier eigentlich erzählt? Wie wurde über den Krieg gesprochen? Wie wurde der Opfer gedacht? Welche Rolle nahm der Tag im Geschichtsbild der Deutschen ein? Und was sagt uns das eigentlich?
Der Workshop richtet sich an Schüler:innen ab Klasse 10. Wir bitten um Anmeldung per E-Mail an bonn@historikertag.de.