Sonderveranstaltungen

Podien und Vorträge

Montag, 24. September 2018

19-20.30 Uhr im Rathausfestsaal im Rathaus Münster

Herfried Münkler (Berlin): Zusammenhalt und Demokratie in der Krise – ein Blick zurück nach vorn

Mittwoch, 26. September 2018

19.30 Uhr im Zentrum für Niederlande-Studien, Haus der Niederlande, Alter Steinweg 6/7

Brücken bauen. Ein Diskussionsabend mit Geert Mak

Der niederländische Autor Geert Mak ist kein Fachhistoriker, aber ohne Zweifel seit vielen Jahren der erfolgreichste Verfasser historischer Darstellungen zur niederländischen Geschichte, die auch in Deutschland hohe Auflagen erreichen (z.B. „Das Jahrhundert meines Vaters“, „Die vielen Leben des Jan Six“ und die von der Bundeszentrale für politische Bildung vertriebene „Geschichte der Niederlande“). Über seinen Weg zur Geschichte, seine Arbeitsweise, seine Themenwahl und sein Erfolgsrezept (und was Fachhistoriker davon lernen können) diskutiert Geert Mak, der 2014 die Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität erhielt, in der Bibliothek des Hauses der Niederlande mit dem Publikum.

Der Diskussion mit Geert Mak geht eine Kurzpräsentation des Zentrums für Niederlande-Studien an der WWU durch den Direktor Prof. Dr. Friso Wielenga sowie des Fachinformationsdienstes Benelux / Low Countries Studies durch seine Leiterin Ilona Riek voraus.

Donnerstag 27.9.2018

11-13 Uhr im F2

Streitgespräch: Katholiken damals – Muslime heute: Religiöse ‚Parallelgesellschaften‘ im Vergleich

Daniel Gerster/Thomas Großbölting, Centrum für Religion und Moderne in Kooperation mit dem Exzellenzcluster ‚Religion und Politik‘

Unbekannte religiöse Rituale und ein enormes Bildungsdefizit, rückständig und antimodern, überdies noch einer fremden Macht verpflichtet – was heute Musliminnen und Muslimen vorgeworfen wird, hielt man im 19. und beginnenden 20. Jahrhundert dem katholischen Bevölkerungsteil vor. In beiden Fällen laufen die Vorurteile darauf hinaus, dass die jeweilige religiöse Gemeinschaft eine nicht integrierbare, vielleicht sogar eine integrationsunwillige ‚Parallelgesellschaft‘ bildete. In dem interdisziplinären Streitgespräch diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler anhand des Vergleichs Anspruch und Wirklichkeit des Konzepts und fragen grundsätzlich nach der Rolle von Religion für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Es diskutieren Schirin Amir-Moazami (Berlin), Marc Breuer (Paderborn), Wilfried Loth (Duisburg Essen) und Susanne Schröter (Frankfurt). Moderation: Sven Felix Kellerhoff (Hamburg)

 

14-18 Uhr im F029

Schnupper-histocamp

Der gemeinnützige Verein Open History e. V. veranstaltet seit 2015 das histocamp – ein Barcamp für alle, die an und mit Geschichte arbeiten. Als Schnupper-histocamp bietet er dieses innovative Tagungsformat auf dem Historikertag auch für Fachwissenschaftler*innen  zum Ausprobieren an.

Barcamps sind offene Veranstaltungen, bei denen die Teilnehmenden das Programm vor Ort gemeinsam festlegen und gestalten. Als ad hoc stattfindende „Un-Konferenzen“ leben sie von der Spontaneität und Kreativität ihrer Teilnehmenden.

Das Schnupper-histocamp beginnt mit einer allgemeinen Runde, in der sich alle Teilnehmenden kurz selbst vorstellen. Dann geben Interessierte ihre Vorschläge für einzelne „Sessions ins Plenum, dabei sind alle Themen willkommen. Die Teilnehmenden stimmen anschließend darüber ab, welche davon tatsächlich angeboten werden. Das gemeinsam festgelegte Programm wird auf Whiteboards oder Pinnwänden für alle sichtbar festgehalten und der thematische Teil beginnt. Die Teilnehmenden besuchen die Sessions ihrer Wahl. Eine Session dauert 45 Minuten; es finden mehrere gleichzeitig statt. In den Sessions gibt es keine Vorträge, sondern es wird intensiv diskutiert und miteinander an dem jeweiligen Thema gearbeitet. Alle tragen gemeinsam zum Gelingen bei. Am Ende des Schnupper-histocamps werden die Ergebnisse der einzelnen Sessions bei einer allgemeinen Abschluss- und Feedbackrunde wieder zurück ins Plenum gespielt.

Ziel des offenen Barcamp-Formats ist, in offener, lockerer und produktiver Atmosphäre in kleinen Gruppen miteinander zu sprechen, zu arbeiten und zu lernen.

Es ist keine Anmeldung nötig und man kann auch während der laufenden Sessions noch jederzeit dazustoßen. Weitere Information stellen wir unter openhistory.de und histocamp.de zur Verfügung. Wir twittern unter @histocamp und dem Hashtag #histocamptag.

 

Buchvorstellungen

Mittwoch, 26. September 2018

16–17.30 Uhr im JUR 1

Podiumsdiskussion in Kooperation mit dem Verlag C.H.Beck: „Wie schreibt man heute NS-Geschichte?“

Bald schon werden keine Menschen mehr unter uns sein, die aus eigener Erfahrung über die Zeit des Nationalsozialismus sprechen können. Deshalb muss, wenn unser Bild von dieser Epoche nicht in leeren Formeln erstarren soll, die Lebensrealität dieser Jahre neu erzählt werden: nah an den Menschen und in einer Sprache, die die Lebensrealität unter dem Hakenkreuz begreiflich macht – für die Zeit nach der Zeitgenossenschaft.

Am Beispiel der von Norbert Frei herausgegebenen Reihe „Die Deutschen und der Nationalsozialismus“ diskutieren beteiligte Autorinnen und Autoren wie Norbert Frei, Moritz Föllmer, Birthe Kundrus, Markus Roth, Tim Schanetzky und Dietmar Süß.

Moderation: Stefan Reinecke, taz.die tageszeitung

Donnerstag, 27.9.2018

9-11 Uhr im HS 201

Diskussion zu Stand, Sinn und Probleme der Kulturgeschichte – Zum 100. Band des Archivs für Kulturgeschichte

Es diskutieren Peter Burschel (Wolfenbüttel), Thomas Eser (Nürnberg) und Romedio Schmitz-Esser (Graz).

Moderation: Klaus Herbers (Erlangen-Nürnberg)