Schülerprogramm

Mittwoch, 26. September 2018

H1 und H3

Der Historikertag lädt Jugendliche dazu ein, sich aktiv mit historischen Fragen und ihrer Relevanz für die Gegenwart zu beschäftigen. In internationaler Konferenzatmosphäre lernen die Schülerinnen und Schüler geschichtswissenschaftliche Arbeitsweisen kennen und entdecken oder vertiefen spannende historische Themen. Das Schülerprogramm ist eine Kooperation mit der Körber-Stiftung. Angeboten wird eine 90-minütige Schülersektion zum Thema »1968 – Krise oder Aufbruch zu mehr Demokratie?« Neben Experten kommen in der 90-minütigen Veranstaltung auch junge Menschen zu Wort kommen, die sich erfolgreich beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten engagiert haben. Die Sektion ist interaktiv gestaltet – angemeldete Besucher sind herzlich eingeladen und aufgefordert, die Diskussion mit ihren Fragen und Statements mitzugestalten. Anschließend geben bekannte Historikerinnen und Historiker in vier Schülervorträgen Einblicke in ihre Arbeitsfelder und berichten über ihre spannenden Forschungen zu verschiedenen Epochen. Die Vorträge knüpfen an Inhalte an, die in schulischen Lehrplänen relevant sind und eröffnen neue Perspektiven auf vertraute Themen des Geschichtsunterrichts. Am Beispiel ausgewählter Quellen und Methoden erfahren die Jugendlichen von Möglichkeiten und Grenzen historischer Forschung. Und sie reflektieren die Relevanz von Geschichte für gegenwärtige gesellschaftliche Debatten.

Schülerpreis des VHD

Im Rahmen des Historikertages werden auch Schülerpreise verliehen. Mit dem Schülerpreis drückt der Historikerverband seine Wertschätzung für die Leistung von Schülerinnen und Schülern bei der Erforschung von Geschichte aus. In Kooperation mit der Körber-Stiftung werden herausragende und engagierte Projekte ausgezeichnet, die beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten entstanden sind. Der Schülerpreis wird auf der Festveranstaltung am Donnerstag, den 27. September 2018, in der Überwasserkirche verliehen.

Ausstellung

Eine Poster-Ausstellung gibt Einblicke in Projekte Münsteraner Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten entstanden sind und sich mit dem Thema des Historikertags beschäftigt haben.

Anmeldung

Schülersektion und Vorträge können einzeln oder zusammen besucht werden. Sie richten sich an Jugendliche ab 15 Jahren. Die Teilnahme ist für Schülerinnen und Schüler kostenlos.

Die Anmeldung ist ab dem 28. Mai 2018 möglich. Bitte senden Sie ihre Anmeldung an: schulen@historikertag.de. Schnell anmelden, die Plätze sind begrenzt!

Aasee, Foto von Panorama Münster

Sektion

1968 – Krise oder Aufbruch zu mehr Demokratie?

9.15 – 10.45 Uhr im H1

Leitung: Kirsten Pörschke, Körber-Stiftung, Hamburg

Podium: PreisträgerInnen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten und Axel Schildt (Forschungsstelle fürZeitgeschichte in Hamburg/Universität Hamburg)

Mit 50 Jahren Abstand fällt die Bewertung der 1968er-Bewegung immer noch erstaunlich grobkörnig aus und reizt zu politischen Kontroversen: Die einen sehen in 1968 den Anfang vom Ende bürgerlicher Ordnung, den Abriss von Werten und Autoritäten, den Vorboten linker Meinungsführerschaft und Extremismus – die anderen einen wichtiger Schritt zu einer demokratischeren, toleranteren und offeneren Gesellschaft, von der wir bis heute profitieren.

Experten und junge Geschichtsforscher, die im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten zu studentischen Akteuren der Protestbewegung gearbeitet haben, berichten und diskutieren: Was hat die sogenannte 68er-Generation zum politischen Protest bewegt? Gab es in der DDR oder in anderen europäischen Ländern vergleichbare Entwicklungen? Was ist aus den Akteuren geworden und was ist von der Bewegung geblieben? Ist 1968 eine einzigartige Episode oder ist eine ähnliche Protestbewegung der jungen Generation heute noch denkbar?

Die Sektion lädt dazu ein, diese Fragen gemeinsam an konkreten Biographien zu erörtern und über die Bedeutung von »1968« für unsere heutige Gesellschaft zu diskutieren.

 

Schülervorträge

Fake News – nichts Neues! Wie Medien Geschichte machen

12.15 – 13.00 Uhr im H1

Prof. em. Dr. Hans-Ulrich Thamer, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

 

»Glück und Frieden durch unseren Kaiser!« Römische Münzen als Medien von Herrscherpropaganda – und als Quellen für den Historiker

12.15 – 13.00 Uhr im H3

Prof. Dr. Johannes Hahn, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

 

»Die Heimat auf dem Rücken« – Migrationsgeschichte erforschen, bewahren und ausstellen

13.30 – 14.15 Uhr im H1

Dr. Simone Eick, Direktorin des Deutschen Auswandererhauses Bremerhaven

 

Die Macht kolonialer Bilderwelten: Wie das visuelle Erbe des Kolonialismus unsere Vorstellungen bis heute prägt

13.30 – 14.15 Uhr im H3

Prof. Dr. Bernd Grewe, Eberhard Karls Universität Tübingen