Die Abstracts der Sektionen wurden aktualisiert |
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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren. |
Damaskus - Paradies auf Erden
Referent/in: Isabel Toral-Niehoff, Berlin
Die Stadt Damaskus, gelegen am Rande der syrisch-irakischen Wüste, gehört zu den ältesten urbanen Zentren des Nahen Ostens. Von einem fruchtbaren Oasengürtel, der „Ghuta“, umgeben, verdankte sie ihre wirtschaftliche Bedeutung der günstigen Lage im Netz der überregionalen Karawanenwege. Damaskus war deshalb in der Antike mehrfach ein wichtiges Zentrum der Region. Als die Araber die Stadt 636 eroberten, begann die Glanzzeit von Damaskus: Im Gegensatz zum Irak, wo sich die neuen Machthaber in Neugründungen sammelten, ließen sich die Araber in Syrien in den antiken Metropolen nieder. Damaskus wurde sofort Sitz des Gouverneurs von Nordsyrien/Mesopotamien, und als der erste Umayyade Muawiya I. das Kalifat 656 übernahm, wurde Damaskus bis 744 sogar Hauptstadt des neuen Imperiums. Wie verwandelte diese Entwicklung die Stadt? Was geschah mit der Agora, dem Tempel, dem Straßennetz, den Theatern, den Kolonnadenstrassen? Sind sie noch heute zu erkennen? Gab es eine ‘Islamisierung’ bzw. ‘Orientalisierung’ der hellenistisch geprägten Struktur, oder setzten manche Prozesse schon früher ein? Was wurde aus der spätantiken Sozialstruktur? Wie arrangierten sich die christlichen Damaszener mit den andersgläubigen Herrschern?