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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren.
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Vortragstitel:
Historische Identitäten und Geschichtsunterricht in der Einwanderungsgesellschaft
Tag:
03.10.2008
Epoche:
Geschichtsdidaktik
Sektion:
Folgen von ungleichen Bürgerrechten von Jugendlichen und ihren Eltern für Geschichtsunterricht und..

Abstract:

Historische Identitäten und Geschichtsunterricht in der Einwanderungsgesellschaft

Referent/in: Johannes Meyer-Hamme, Hamburg

In der Studie „Historische Identitäten und Geschichtsunterricht" wird nach den Voraussetzungen didaktischer Programme gefragt, unter denen ein Geschichtsunterricht in einer Einwanderungsgesellschaft konzipiert werden kann. Geschichtsdidaktische Konzepte beinhalten historische Orientierungsangebote an die Schülerinnen und Schüler, wobei letztere aber ihren je eigenen Sinn bilden, und dies u.a. in Abhängigkeit ihrer kulturellen Herkunft. Eine mögliche Konzeptualisierung ist, diesen Zusammenhang unter den Begriff der historischen Identitäten zu fassen, welche die Schülerinnen und Schüler bereits vor dem Geschichtsunterricht erworben haben. Es wird davon ausgegangen, dass Prozesse historischen Lernens in der Schule und die dabei erarbeiteten Deutungen maßgeblich von historischen Identitätskonstruktionen beeinflusst sind. Es handelt sich dabei aber um eine empirische Frage, wie der Zusammenhang von historischen Identitäten und Orientierungsangeboten im Unterricht strukturiert ist.
Dieser Frage nachgehend, wurden in einer rekonstruktiv-empirischen Studie zu historischen Identitäten Jugendlicher untersucht. Genauer wurde erstens untersucht, was für Formen der Auseinandersetzung sich finden, zweitens mit welchen Kategorien die unterschiedlichen Ausprägungen beschrieben werden können und drittens in welchem Verhältnis die historischen Identitäten der Jugendlichen zu ihrem Geschichtsunterricht stehen. An Hand von Einzelfällen, die alle einem Geschichtskurs entstammen, wurden nicht nur unterschiedliche Identitätskonstruktionen deutlich, sondern auch die reale Heterogenität in einem Geschichtskurs herausgearbeitet und damit diskutierbar gemacht.