Die Abstracts der Sektionen wurden aktualisiert

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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren.
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Sektionen am 3. Okt.

Vortragstitel:
Europäische Bürgerschaft im Bewusstsein von Schüler/-innen
Tag:
03.10.2008
Epoche:
Geschichtsdidaktik
Sektion:
Folgen von ungleichen Bürgerrechten von Jugendlichen und ihren Eltern für Geschichtsunterricht und..

Abstract:

Europäische Bürgerschaft im Bewusstsein von Schüler/-innen

Referent/in: Georg Weisseno / Valentin Eck, Karlsruhe

Die Europäische Union ist mit ihren ständig wachsenden Zuständigkeiten eine immer wichtiger werdende Bühne für politisches Handeln, welches ausreichende Kenntnisse über Strukturen und Entscheidungsprozesse voraussetzt. Der EU als relativ neues und komplexes Handlungsumfeld kommt somit bei der Vermittlung dieser Kenntnisse im Unterricht eine zentrale Rolle zu. Das Ziel der „europäischen Staatsbürgerschaft" wird im Politik- und Geschichtsunterricht oft nicht angemessen berücksichtigt. Für viele Jugendliche bleibt die EU noch ein lebensweltfernes, abstraktes Gebilde.
Der Sektionsbeitrag befasst sich mit den ersten Ergebnissen des von der EU-Kommission im Rahmen des Socrates-Programms geförderten Comenius-Projekts TEESAEC (Teacher Empowerment to Educate Students to Become Active European Citizens). Die Projektpartner aus Österreich, der Schweiz, Großbritannien, den Niederlanden, Deutschland und Estland haben eine Lehrstrategie erprobt, die den Kompetenzbereich Fachwissen zur EU durch die Anregung individueller Konstruktionen mit Hilfe von Fachkonzepten und Begriffen erweitern will. Dies fand in einer selbst-instruktionalen internetbasierten Lernumgebung (WebQuest) statt. Anhand der Daten lässt sich feststellen, dass das für eine „aktive europäische Bürgerschaft" notwendige Fachwissen von Schülerinnen und Schülern im Hinblick auf ihre Herkunft (Sprache und Migrationshintergrund), soziale Stellung, ihr politisches Interesse und die Mitgliedschaft in Vereinen ungleich verteilt ist. Weiters soll geprüft werden, ob es dabei länderspezifische Unterschiede gibt und ob sich mit der getesteten Unterrichtsmethode Vorteile bei der Vermittlung von „europäischen Kompetenzen" ergeben. Der Erfolg der Unterrichtsreihe lässt sich durch einen Vergleich mit einer Kontrollgruppe beurteilen, deren Lehrerinnen und Lehrer die EU mit eigenen Materialien unterrichtet haben.