Die Abstracts der Sektionen wurden aktualisiert |
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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren. |
Die Deutsche ‚frontier’ und ihre Ursprünge in der Revolution von 1848
Referent/in: Gregor Thum, Freiburg
Die Ambitionen der Frankfurter Nationalversammlung von 1848, ein unter deutscher Führung geeintes Mitteleuropa als „Weltreich“ zu etablieren, stießen auf den unverzüglichen und vehementen Widerstand der polnischen, tschechischen und slowenischen Nationalbewegungen. Ausgehend davon entwicktelten deutschnationale Eliten ein Konzept von der deutschen Ostgrenze, das in vieler Hinsicht der ‚frontier’ des amerikanischen Westens entsprach und zudem mit Legitimationsstrategien verteidigt wurde, die ganz offensichtlich vom europäischen Kolonialismus inspiriert waren. Dieser Beitrag versucht, die Härte, mit der deutsche Nationalisten nach 1848 gegen die Ansprüche ihrer ostmitteleuropäischen Nachbarn vorgingen, vor dem Hintergrund der Großmächterivalität, des Kolonialismus sowie einer letztlich scheiternden deutschen Imperiumsbildung zu erklären.