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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren.
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Vortragstitel:
Jugendarbeitslosigkeit und Politik in der Bundesrepublik Deutschland und in Frankreich
Tag:
03.10.2008
Epoche:
Zeitgeschichte
Sektion:
Die Krise der Arbeitsgesellschaft 1973 bis 1989

Abstract:

Jugendarbeitslosigkeit und Politik in der Bundesrepublik Deutschland und in Frankreich

Referent/in: Thomas Raithel


Seit Wiederkehr der Massenarbeitslosigkeit im Gefolge der Weltwirtschaftskrise von 1973 bis 1975 bildet die Jugendarbeitslosigkeit in zahlreichen OECD-Staaten einen besonders beunru-higenden Aspekt der Krisenwahrnehmung. Dies gilt auch für die Bundesrepublik Deutsch-land, obwohl die Zahlen jugendlicher Arbeitsloser (15-24 Jahre) hier noch einen relativ güns-tigen Verlauf nahmen und in den 1970er und 80er Jahren fast durchgehend unter der allge-meinen Arbeitslosenquote lagen. In vielen anderen Staaten, unter anderem auch in Frankreich, erreichte das Problem ein weitaus höheres Ausmaß. Der Vortrag hat sich auf die Bundesrepu-blik konzentriert, allerdings mit Blick auf Frankreich immer wieder auch eine vergleichende Perspektive eingeführt.
Der erste Abschnitt skizzierte die Entwicklung der bundesdeutschen und französischen Ju-gendarbeitslosigkeit während des untersuchten Zeitraums und führte Erklärungsfaktoren für die unterschiedlichen Ausmaße des Problems an. Im zweiten Teil ging es dann um die Frage, wie die Politik - ausgehend vom zunächst sicheren Glauben an die baldige Wiederherstellung der Vollbeschäftigung - das sich verstetigende und immer komplexer werdende Phänomen der Jugendarbeitslosigkeit wahrgenommen hat und mit welchen Handlungsstrategien sie dar-auf reagiert hat. Dabei wurden unter anderem auch langfristige Entwicklungen im politischen Umgang mit jenen grundsätzlichen Veränderungen in den Blick genommen, die seit Anfang der 1980er Jahre als „Krise der Arbeitsgesellschaft" erschienen. Thesenhaft wurden hierbei vier Entwicklungen unterschieden: (1.) Die Krisenwahrnehmung der Jugendarbeitslosigkeit wird komplexer. (2.) Dies gilt ebenso für das Bild von der arbeitslosen Jugend. (3.) Die tradi-tionelle Vorstellung der berufsmäßigen Erwerbsarbeit verliert zumindest etwas an normativer Kraft, und (4.) Die politischen Handlungsansätze werden insgesamt pragmatischer