Die Abstracts der Sektionen wurden aktualisiert |
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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren. |
„Verbrecher aus Armut“ – „Gewohnheitsverbrecher“ – „geborene Verbrecher“? Kriminalität und Ungleichheit(en) in Repräsentationen demografisch-statistischen Wissens
Referent/in: Sylvia Kesper-Biermann, Bayreuth
Kriminalstatistiken bildeten und bilden wichtige Elemente wissenschaftlicher und publizistischer Diskurse über Bevölkerung, Sicherheit und Verbrechensbekämpfung in Deutschland. Ungleichheit(en) werden in diesem Zusammenhang auf drei Ebenen thematisiert: Erstens bei der Frage nach der Beziehung von sozialer Ungleichheit, vor allem von Armut, und Kriminalität; zweitens bei der Diskussion über mögliche biologische Ursachen für die Neigung zu Straftaten; drittens in Bezug auf die unterschiedliche regionale und nationale Verteilung von einzelnen Delikten. Visualisierungen beispielsweise in Statistiken, Graphiken und Verbrecher-Bildern spielen dabei zum einen als Ausgangspunkte, Illustrationen und Argumente auch in ihrer politischen Funktionalisierung eine wichtige Rolle. Zum anderen brachten sie selbst neues Wissen hervor. Formen, Konjunkturen, Kontinuitäten und Veränderungen dieser Repräsentationen von Ungleichheit auf den genannten Ebenen sollen in dem Vortrag untersucht werden.