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SUMMARY:[Historikertag 2025] Inschriften als Quellen der Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Stein, Stoff und vielem mehr
DESCRIPTION:Inschriften sind zentrale historische Quellen. Sie sind überall zu finden: gut sichtbar an öffentlichen Gebäuden, Privathäusern, Stadtmauern, Brücken; weniger zugänglich in Innenräumen, auf liturgischen Gefäßen und Gewändern in Kirchen, auf Glocken und vielem mehr. Sie wurden auf den unterschiedlichsten Materialien angebracht: auf Stein, Metall, Holz, Ton, auch Textilien und Glas und etlichem anderen mehr. Ihre gestalterische Bandbreite reicht von hochformellen, kunstvollen Denkmälern bis hin zu rasch eingeritzten Graffiti. Ähnlich vielfältig sind auch die Funktionen der Texte, die häufig genug mit Bildern und Skulpturen verbunden werden: von elaborierten Inschriften des Totengedenkens über Erläuterungen zu Bildzeugnissen, bis hin zu einfachen Namensnennungen. Drei Entwicklungen rücken Inschriften in ihrem materiellen und medialen Reichtum neu ins Zentrum aktueller methodischer Debatten: die Diskussion über die Bedeutung der Grundwissenschaften; die neue digitale Zugänglichkeit von Inschriften in großer Zahl; und Forschungen zur Materialität und Medialität von Texten. Die Sektion wird getragen durch das interakademische Editionsunternehmen „Die Deutschen Inschriften bis 1650“, das aktuell mit dem Handbuch „Epigraphik des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Eine Einführung“ eine neue und umfassende Bestandsaufnahme der internationalen Epigraphik vorlegt. Aus der langjährigen Editionspraxis und den Erfahrungen der Arbeit am Handbuch heraus, stellt die Sektion anhand von Fallbeispielen die Aussagekraft von Inschriften als historischen Quellen und die methodischen Herausforderungen ihrer Erschließung und Auswertung zur Diskussion und fragt – nicht zuletzt angesichts der raschen Entwicklung digitaler Methoden in den Grundwissenschaften – nach neuem Potential dieses faszinierenden Materials für aktuelle Fragestellungen des Fachs. Die Moderation übernimmt Andrea Stieldorf.
Für Lernende sowie andere Interessierte werden Leseübungen angeboten, die nach der Sektion (oder ggf. etwas später) in der Bonner Arbeitsstelle des Inschriftenprojektes (im Institut für Geschichtswissenschaft) mit den dortigen Mitarbeitenden vertieft werden können. Dort gibt es auch eine kleine Ausstellung.
Der Beitrag Inschriften als Quellen der Kulturgeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit in Stein, Stoff und vielem mehr erschien zuerst auf Historikertag 2025.
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