BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wordpress//historikertag-2025//DE
X-ORIGINAL-URL:https://www.historikertag.de/Bonn2025/programm/zivilmacht-und-soft-power-in-den-aussenbeziehungen-der-bundesrepublik-deutschland-seit-den-1980er-jahren/
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:historikertag-2025-4430
DTSTAMP:20250325T092718Z
DTSTART:20250917T083000Z
DTEND:20250917T101000Z
SUMMARY:[Historikertag 2025] Zivilmacht und soft power in den Außenbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland seit den 1980er Jahren
DESCRIPTION:Schon vor der Wiedervereinigung avancierte die Bundesrepublik aufgrund ihrer ökonomischen Potenz zu einer Zentralmacht in Europa mit weltweiten Verbindungen. Parallel dazu bildete sich ein Rollenverständnis als Zivilmacht (Hanns W. Mault) heraus, das militärische Problemlösungen gering veranschlagte und darauf setzte, andere Machtmittel zur Bewältigung internationaler Konflikte und zur Durchsetzung deutscher Standpunkte in der Welt zu nutzen. Das Arsenal nicht-militärischer Ressourcen, von der Politikwissenschaft als soft power (Joseph S. Nye) beschrieben, reicht dabei von der ideellen Vorbildfunktion über die kulturelle Strahlkraft bis zur Vermittlung der eigenen Werte und Normen.
Gegenwärtig ist das Selbstverständnis der Bundesrepublik als Zivilmacht, die soft power erfolgreich einzusetzen versteht, durch die Zunahme kriegerischer Konflikte und militärischer Konfliktbewältigung in die Defensive geraten. Vor diesem Hintergrund will unsere Sektion anhand von vier auf bisher ungenutzte Quellen gestützten Präsentationen diskutieren, wie sich die stärker werdende Stellung und die präferierte Zivilmachtrolle der Bundesrepublik in ihren Außenbeziehungen seit den 1980er Jahren ausdrückten, wie sich auf „weiche“ Instrumente gestützte Praktiken als alternative Außenbeziehungen gegenüber der traditionellen Außen- und Sicherheitspolitik abgrenzten und welche Erwartungen von innen und außen an die Bundesrepublik als Zivilmacht herangetragen wurden.
In vier Einzelvorträgen werden hierzu drei Politikfelder jenseits der „klassischen“ zwischenstaatlichen Beziehungen zur Diskussion gestellt, auf denen die Bundesrepublik als Zivilmacht soft power zu entwickeln und einzusetzen bestrebt war: die Außenkulturpolitik, bilateral (über das Goethe-Institut) und multilateral (in der UNESCO), die Außenwissenschaftspolitik (über das Bundesministerium für Forschung und Technologie) und die Entwicklungspolitik (im Ressortbereich des Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung).
Der Beitrag Zivilmacht und soft power in den Außenbeziehungen der Bundesrepublik Deutschland seit den 1980er Jahren erschien zuerst auf Historikertag 2025.
LOCATION:Hörsaal 2
END:VEVENT
END:VCALENDAR