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SUMMARY:[Historikertag 2025] Dynamiken von Macht und Ohnmacht im Holocaust
DESCRIPTION:Im sozialen Gefüge des Holocaust spielten Dynamiken von Macht und Ohnmacht im Verhältnis zwischen den deutschen Tätern und ihren jüdischen Opfern zweifelsohne eine besonders große Rolle. Diese Dynamiken prägten darüber hinaus aber alle sozialen Interaktionen und hatten erhebliche, oft auch existenzielle Folgen für die Menschen. In der Sektion möchten wir das Verhältnis von Macht und Ohnmacht in all ihren Abstufungen und Schattierungen anhand von drei bisher weniger beleuchteten Akteursgruppen – der deutschen Judenräte in Riga und Minsk, der polnischen Verwaltung auf lokaler Ebene sowie der Hamburger und Bremer Kaufleute im besetzten Polen – ausleuchten. 
Anders als es die alte Hilberg’sche Trias der Täter, Opfer, Zuschauer nahelegt, verteilten sich Macht und Ohnmacht nicht immer eindeutig entlang dieser (ohnehin weitgehend hinfälligen) Gruppeneinteilung. Statische Begriffe werden der Vielfalt von Handlungsweisen und damit den sozialen Dynamiken des Holocaust nicht gerecht. Die internationale Holocaustforschung hat sich in den letzten Jahren immer mehr verschiedenen Akteursgruppen zugewandt und deren Interpretationen und Reaktionen analysiert. Auch die vermeintlich passiven Opfer und Zuschauer verfügten über Handlungsmacht (agency) – von den deutschen Besatzern überantwortete oder selbst ermächtigte und sie interpretierten diese Handlungsspielräume unterschiedlich. Die Gestaltung und die Grenzen dieser Handlungsmacht und damit die Dynamik von Macht, Machtmissbrauch und Ohnmacht untersuchen die drei Beiträge dieser Sektion in ihren konkreten sozialen Konstellationen. 
Die Sektion besteht aus drei Vorträgen, die im Anschluss diskutiert werden. Moderiert wird die Sektion von Dr. Kim Wünschmann vom Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. 
Der Beitrag Dynamiken von Macht und Ohnmacht im Holocaust erschien zuerst auf Historikertag 2025.
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