Auf Dachböden, in Kellern und manchmal auch Archiven ODER wie sich mit Sozialdaten Zeitgeschichte erforschen lässt – erstes Treffen der AG Sozialdaten und Zeitgeschichte
Sozialwissenschaftliche Dauerbeobachtungen liefern Einblicke in das Leben vieler Menschen. Diese zur Beobachtung von Gesellschaften gesammelten qualitativen und quantitativen Sozialdaten bilden eine komplexe, heterogene Quelle und fordern Zeithistoriker:innen heraus: Häufig liegen sie in Archiven, manchmal in den Kellern von Forschenden, zudem sind besondere methodische Kenntnisse und eine wissensgeschichtliche Kontextualisierung notwendig. Die neue AG möchte auf dem Historikertag inhaltliche Schlaglichter auf die Arbeit mit diesen Daten werfen und zur Vernetzung anregen.
Benno Nietzel: Das Ich im Umbruch. Arbeit, Weiterbildung und Subjektivität nach der Wiedervereinigung anhand sozialwissenschaftlicher Forschungsdaten der 1990er Jahre
Eva Gajek / Lilli Rast: Sozialdaten und symbolisches Kapital: Villenviertel als methodisches Labor
Sabine Reh: Längsschnittdaten zur Entwicklung von Schulen und Lernen – ihre Nutzung in der historischen Bildungsforschung
Kai Naumann: Sozialdaten und die staatlichen Archive: Angebot und Perspektiven
Peter Kompiel: Sozialdaten im Interviewportal Oral-History.Digital