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SUMMARY:[Historikertag 2025] Handlungsmacht von Frauen in transnationalen Verflechtungen des Kalten Krieges. Strategien der Selbstpositionierung
DESCRIPTION:Im Panel werden Strategien der Selbstpositionierung von Frauen in der Zeit des Kalten Krieges diskutiert. Wir wollen erforschen, welche Mittel Frauen zur Verfügung standen, um in internationalen Austauschprozessen Einfluss zu nehmen und handlungsfähig zu sein. Das Panel konzentriert sich auf drei Gebiete, auf denen transnationale Handlungsmacht sichtbar wird: humanitäre Projekte, internationale Frauenorganisationen und Menschenrechtsaktivismus mit dem Fokus auf Religionsfreiheit. Das heuristische Potenzial dieser Forschungsperspektive liegt in der Analyse der öffentlichen und privaten Narrative bedeutender Akteurinnen in drei unterschiedlichen soziokulturellen Kontexten des Kalten Krieges.
Während des Kalten Krieges wurden Konzepte der Geschlechtergleichheit und der normativen Weiblichkeit zu einem integralen Bestandteil der ideologischen Blockkonfrontation. Sie bestimmten nicht nur die diskursiven Botschaften auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs, die institutionellen Arrangements nationaler und globaler Frauenorganisationen, sondern auch die Selbstwahrnehmung und die Repräsentationspraktiken von Frauen mit unterschiedlichem kulturellem Hintergrund. Dennoch ließen die von Staaten geschaffenen und kontrollierten Strukturen den Akteurinnen genügend Raum, um die bestehenden Ordnungen für ihre Zwecke aufrechtzuerhalten oder zu verändern. Während die Geschichte der internationalen Frauenorganisationen und normative Geschlechtsvorstellungen aus der Zeit des Kalten Krieges relativ gut erforscht sind, bildet die „Graswurzelebene“ eine Forschungslücke. Das Panel soll durch eine Perspektivenänderung neue Impulse zur Erforschung von Dynamik geschlechtsspezifischer Verhaltenspraktiken liefern, die auch heute noch wirkungsmächtig sind.
Der Beitrag Handlungsmacht von Frauen in transnationalen Verflechtungen des Kalten Krieges. Strategien der Selbstpositionierung erschien zuerst auf Historikertag 2025.
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