BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wordpress//historikertag-2025//DE
X-ORIGINAL-URL:https://www.historikertag.de/Bonn2025/en/programm/juedische-frauen-und-maenner-und-die-macht-16-18-jahrhundert/
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:historikertag-2025-4416
DTSTAMP:20250325T074717Z
DTSTART:20250916T140000Z
DTEND:20250916T154000Z
SUMMARY:[Historikertag 2025] Jüdische Frauen und Männer und die Macht (16.–18. Jahrhundert)
DESCRIPTION:Machtausübung von herrschaftlicher Seite gegenüber Jüdinnen und Juden ist häufig die erste Assoziation, denkt man an die Geschichte der Beziehungen zwischen Juden und Christen seit dem Mittelalter in Europa. Die Sektion macht auf die Perspektive von Jüdinnen und Juden aufmerksam, die zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert im aschkesanischen Raum Machtverhältnisse unterschiedlich rezipierten, kommunizierten und selbst repräsentierten. Damit steht die agency dieser Personen mit besonderem rechtlichem, politischem, sozialem, wirtschaftlichem und religiösem Status im Fokus: Sie navigierten in und zwischen unterschiedlichen Bereichen der Machtausübung. Jüdische Akteure – individuell oder kollektiv – versuchten, die ihnen offenstehenden Möglichkeiten zu nutzen oder sogar zu schaffen. Zu den damit zusammenhängenden Phänomenen gehörten die Durchsetzung jüdischer Interessen vor den Behörden oder vor Gericht und die aktive Unterwanderung bestehender Machtverhältnisse, aber auch die Kooperation oder Kollaboration.
Vorgestellt wird zunächst ein herausragender jüdischer Geldverleiher, der trotz erheblicher Einschränkungen Handlungsspielräume durch Kreditvergabe erweiterte und dabei Netzwerke aufbaute, in denen er zu einem politischen Vermittler wurde. Ein weiterer Beitrag nimmt die Machtverhältnisse innerhalb von jüdischen Gemeinden und insbesondere die Stellung der Gemeindevorsteher (Parnasim) in den Blick, deren politisches Handeln von Gemeindemitgliedern in Frage gestellt und deren Autorität herausgefordert wurde. Eine oft unterschätzte Bedeutung in der Führung von jüdischen Gemeinden hatten Frauen, denen der dritte Vortrag gewidmet ist. Deren informelle und formale Macht wirkte innerhalb von Familien der jüdischen Elite und darüber hinaus in religiösen Positionen sowie in Verhandlungen mit der christlichen Umwelt. Die Sektion ist eingereicht im Namen der „Gesellschaft zur Erforschung der Geschichte der Juden“ (GEGJ).
Der Beitrag Jüdische Frauen und Männer und die Macht (16.–18. Jahrhundert) erschien zuerst auf Historikertag 2025.
LOCATION:Hörsaal 10
END:VEVENT
END:VCALENDAR