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SUMMARY:[Historikertag 2025] Taceat mulier? Öffentlich sprechende Frauen in der Antike. Zwischen Realität und Fiktion
DESCRIPTION:Öffentliche Rede war in der Antike Männern vorbehalten. Und doch sprachen auch Frauen in der antiken Öffentlichkeit. Einige, um sich mit Familie, Freunden oder Kunden zu unterhalten. Im Fokus dieser Sektion aber stehen Frauen, deren Sprechakte sich an eine breite Öffentlichkeit wandten.
Nach einer kurzen Einleitung soll anhand von drei Fallbeispielen ermittelt werden, welche Muster und Themen sich hier im Spannungsfeld zwischen der (fiktiven) Realität sprechender Frauen und Fiktionen über weibliches Sprechverhalten erkennen lassen. Dafür sollen die betrachteten Sprechakte in ihren sozialen, bildlichen, narratologischen und räumlichen Kontexten verortet werden. Gefragt werden soll zudem, inwiefern sich hier die erwarteten Eigenschaften weiblicher Sprache (Emotionen, Bezug zur Familie, Privatheit) finden lassen und auch, inwiefern die Tatsache, dass diese Sprechakte mehrheitlich von männlichen Autoren und Künstlern überliefert wurden, ein Problem darstellt. Ziel ist es, neue Einsichten in antike weibliche Rede im öffentlichen Raum zu generieren bzw. eine Diskussion darüber anzuregen, wie diese erreicht werden können.
Bewusst sind die drei Beiträge der Sektion über drei antike Epochen (archaisches und klassisches Griechenland, Spätantike) verteilt und betrachten unterschiedliche Quellengattungen (Vasenmalerei, Epigraphik, Liturgie) und Kontexte (Symposion, Grabkult, Religion). Dadurch können sie verschiedene soziale, normative und rechtliche Sprechsituationen antiker Frauen untersuchen, in denen sich Realität und Fiktion überlagerten. Eine Gesamtdiskussion von ca. 25 Minuten rundet die Sektion ab.
Der Beitrag Taceat mulier? Öffentlich sprechende Frauen in der Antike. Zwischen Realität und Fiktion erschien zuerst auf Historikertag 2025.
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