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SUMMARY:[Historikertag 2025] Luftkrieg, Recht und Macht. Ein Forschungsgespräch über technologischen Wandel und Rüstungskontrolle
DESCRIPTION:Der Einsatz von Drohnen ist die neueste Entwicklung des Luftkrieges. In ihm offenbaren sich zutiefst unterschiedliche Dynamiken technologischer Aufrüstung und internationaler Rechtsetzung, welche die Luftkriegsführung seit jeher prägen: Während der Einsatz von Drohnen längst Realität ist, wird bisher noch nicht einmal über seine völkerrechtliche Regulierung verhandelt. Technologische Neuerungen können Normen innerhalb kurzer Zeit obsolet machen. Dagegen ist eine Anpassung von Rüstungskontrollen Gegenstand zeitintensiver Aushandlungs- und Implementierungsprozesse. Rechtsentwicklung reagiert verzögert auf technologischen Wandel. Was hingegen Rüstungskontrolle und die Entwicklung neuer Rüstungstechnologien eint: beide dienen dazu, internationale Hierarchien durchzusetzen oder herauszufordern. 
Die Sektion analysiert dieses spannungsreiche Wechselspiel von Dynamiken des Rechts und der Technologie anhand von Bemühungen zur Regulierung von Luftkriegstechnologien seit dem frühen 20. Jahrhundert. Diese durchliefen einen dramatischen Wandel von der Propellermaschine zum Überschallflugzeug bis hin zur Drohne. An diesen drei Fallbeispielen ergründen die Diskutant:innen erstens, wie Rüstungskontrolle technologischen Wandel einhegte oder auch befeuerte; zweitens, wie technologische Neuerungen die Entwicklung rechtlicher Normen veränderten und drittens, welche Auswirkungen dieses Wechselspiel auf internationale Machthierarchien hatte – inwiefern es zu deren Konsolidierung bzw. Infragestellung beitrug. 
Indem die Sektion Ansätze der Internationalen Geschichte, der Science and Technologie Studies, Politikwissenschaft sowie der Rechtsgeschichte miteinander verknüpft, zielt sie zum einen darauf, Zusammenhänge, die von Historiker:innen bisher kaum untersucht wurden, in die Analyse internationaler Beziehungen einzubeziehen. Zum anderen erlaubt der Untersuchungszeitraum von 100 Jahren, wiederkehrende Muster aufzudecken und bietet so eine historische Perspektive auf heutige Debatten über unbemannte Waffensysteme und Wiederaufrüstung.  
In einem moderierten Forschungsgespräch kommen die drei Diskutant:innen erst miteinander (60 Minuten) und dann mit dem Publikum (30 Minuten) ins Gespräch. 
Der Beitrag Luftkrieg, Recht und Macht. Ein Forschungsgespräch über technologischen Wandel und Rüstungskontrolle erschien zuerst auf Historikertag 2025.
LOCATION:Hörsaal 9
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