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SUMMARY:[Historikertag 2025] Das römische Reich im Umbruch. Neue Dynamiken der Macht von Justin II. bis Maurikios (565–602)
DESCRIPTION:Das oströmische Reich in der zweiten Hälfte des 6. Jahrhunderts ist in der Forschung der letzten Jahrzehnte eher stiefmütterlich behandelt worden. Die Kaiser Justin II., Tiberios und Maurikios, die 565-602 herrschten, werden durch ihre bekannteren Vorgänger und Nachfolger, insbesondere Justinian und Herakleios, überschattet. Die letzte Monographie, die sich mit Justin II. und Tiberios befasste, ist immer noch Ernst Steins Habilitationsschrift von 1919! Ziel dieser Sektion ist es daher, Anstöße zu liefern, um diese Lücke zu schließen. Drei ausgewählte Beiträge aus dem Bereich der politischen Geschichte, der Kirchengeschichte und der Archäologie werden aufzeigen, dass die Nachfolger Justinians mit neuen Ansätzen experimentierten und sich von ihrem Vorgänger in der Art der Machtausübung abgrenzten. Dadurch wird deutlich werden, dass das späte 6. Jahrhundert keineswegs nur eine oft übersehene Periode war zwischen den für den Übergang vom antiken Ostrom zu Byzanz bedeutsamen Regierungszeiten Justinians und Herakleios’. Im Gegenteil, Entwicklungen wie die (versuchte) Abkehr von Subsidienzahlungen an Awaren und Perser, erste Ansätze einer Rückkehr des Kaisers vom Palast zum Heer, das Ende der relativen justinianischen Toleranz gegenüber den Miaphysiten, die damit einhergehende endgültige Herausbildung separater miaphysitischer Kirchenstrukturen, die vollständige christliche Durchdringung aller Formen von Kultur und Gesellschaft und das Auftreten neuer ikonographischer Motive z. B. auf den Münzen legen nahe, dass auch das späte 6. Jahrhundert selbst prägend war und sich damals neue Dynamiken der Macht etablierten. Im 7. Jahrhundert wurden diese Entwicklungen und Dynamiken unter Herakleios und seiner Dynastie fortgeführt und weiterentwickelt. Das zu Unrecht vernachlässigte späte 6. Jahrhundert war daher stilbildend für die byzantinische Zeit wenigstens bis zum Beginn des Ikonoklasmus.
Die Sektion wird aus drei Vorträgen bestehen, die jeweils 20 Minuten (plus 10 Minuten Diskussion) dauern werden. Die erste Präsentation wird einen politisch-militärischen Schwerpunkt haben, die zweite einen kirchenhistorischen und die letzte einen archäologisch-kunsthistorischen.
Der Beitrag Das römische Reich im Umbruch. Neue Dynamiken der Macht von Justin II. bis Maurikios (565–602) erschien zuerst auf Historikertag 2025.
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