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X-ORIGINAL-URL:https://www.historikertag.de/Bonn2025/programm/deportation-peuplierung-menschenhandel-dynamiken-erzwungener-mobilitaet-in-der-fruehen-neuzeit/
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SUMMARY:[Historikertag 2025] Deportation, Peuplierung, Menschenhandel. Dynamiken erzwungener Mobilität in der Frühen Neuzeit
DESCRIPTION:Die räumliche Mobilität von Menschen und Menschengruppen erlangte in der Frühen Neuzeit nach einhelliger Meinung eine neue Qualität – und mit ihr die obrigkeitlichen Versuche, diese Mobilität zu steuern. Während sich die Forschung bisher vor allem staatlichen Formen der Migrationskontrolle sowie institutionalisierten ‚Deportationssystemen‘ zugewandt hat, fragt das geplante Panel nach den Dynamiken und Aushandlungsprozessen frühneuzeitlicher Zwangsmobilität. Denn häufig waren die Möglichkeiten frühneuzeitlicher Obrigkeiten, Zwang auszuüben, sehr begrenzt. Nicht selten wurde die Zwangsausübung anderen Instanzen übertragen, zum Teil ging sie gänzlich von profitorientierten Akteuren wie Handelskompanien oder Sklavenhändlern aus. Zwangsmobilität war somit in der Frühen Neuzeit häufig nur wenig institutionalisiert und wurde vielmehr meist situativ zwischen verschiedenen Akteuren mit jeweils eigenen Interessen ausgehandelt. 
Das Panel nimmt drei Beispiele erzwungener Mobilität in den Blick: den Transport von Galeerensträflingen aus dem Alten Reich ans Mittelmeer, die Verschickung von Frauen zum Aufbau kolonialer Siedlungen in Neufrankreich sowie die Verschleppung versklavter Menschen aus Indonesien, Indien und dem östlichen Afrika in die niederländische Kapkolonie. Gefragt wird dabei nicht nur nach unterschiedlichen Formen von Zwang und Gewalt im Hinblick auf die Nutzbarmachung von Arbeitskraft bzw. die obrigkeitliche Kontrolle des Körpers, sondern auch nach der administrativen Umsetzung obrigkeitlicher Machtansprüche. Wie und mit welchen Effekten wurde Zwangsmobilität legitimiert, umgesetzt oder in Frage gestellt? Welche Institutionen, Akteure und Zwischenakteure waren daran beteiligt und über welche Handlungsspielräume verfügten sie? Und welche Agency kam den betroffenen Menschen dabei zu? 
Geplant sind drei Vorträge von max. 20 Minuten mit einer kurzen Einleitung durch die Referierenden (5–10 Minuten). Für die anschließende Diskussion sind 20 Minuten vorgesehen. 
Der Beitrag Deportation, Peuplierung, Menschenhandel. Dynamiken erzwungener Mobilität in der Frühen Neuzeit erschien zuerst auf Historikertag 2025.
LOCATION:Hörsaal 9
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