BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//wordpress//historikertag-2025//DE
X-ORIGINAL-URL:https://www.historikertag.de/Bonn2025/programm/aussenseiter-geschichten-schwarzer-menschen-in-deutschland-outsiders-stories-of-black-people-in-germany/
CALSCALE:GREGORIAN
BEGIN:VEVENT
UID:historikertag-2025-4321
DTSTAMP:20250319T084845Z
DTSTART:20250916T120000Z
DTEND:20250916T134000Z
SUMMARY:[Historikertag 2025] „Außenseiter“. Geschichten Schwarzer Menschen in Deutschland
DESCRIPTION:In den letzten Jahren hat die Schwarze Geschichte Deutschlands mehr öffentliche Aufmerksamkeit erhalten, wie durch Ausstellungen, Veranstaltungen im Rahmen des „Black History Month“ und Debatten um „Black Lives Matter“ sichtbar wird. Trotz des wachsenden Forschungsinteresses an der Geschichte von „Black Germany“ führt das Thema in der Geschichtswissenschaft weitgehend ein Nischendasein. Die amerikanische Kulturwissenschaftlerin Michelle M. Wright beschreibt Schwarze Menschen in Deutschland als in „einem Raum außerhalb der Nation“ verortet (Wright, Becoming Black, 189), was ihre Einbindung in eine nationale Geschichtsschreibung erschwert. Diese Beobachtung bildet den Ausgangspunkt dieser Sektion: Ziel ist es nicht nur, Schwarze Geschichte ins Zentrum zu rücken, sondern auch die vermeintliche Stellung Schwarzer Menschen als „Außenseiter“ – sei es der Nation, der „Volksgemeinschaft“ oder der Gesellschaft – als methodischen Ansatz zu nutzen, um ihre Geschichte sowie die daraus resultierenden Machtverhältnisse zu analysieren. 
Als „Außenseiter“ besaßen Schwarze Menschen in Deutschland stets eine prekäre Machtposition, die jederzeit aberkannt werden konnte und somit eine existenzielle Bedrohung darstellte. Die Beiträge dieser Sektion untersuchen, wie Schwarze Menschen – ob als Adlige an europäischen Höfen, als „koloniale Subjekte“ in der Metropole oder als Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung – sich trotz dieser prekären Lage in den jeweiligen Aushandlungsprozessen betätigen und behaupten konnten. Zudem widmet sich die Sektion methodischen Herausforderungen der Erforschung Schwarzer Geschichte in Deutschland. Die oft unzureichende Quellenlage erfordert innovative methodische Ansätze und kreative Herangehensweisen, auch durch Anleihen aus Nachbardisziplinen wie der Anthropologie, Kunstgeschichte und den Subaltern Studies, um diese Geschichte zu rekonstruieren. 
Die Sektion ist für 90 Minuten angesetzt und umfasst 3 Vorträge von jeweils 15 Minuten. Am Ende der einzelnen Präsentationen stehen 5 Minuten für kurze Nachfragen bereit. Nach den Vorträgen folgt eine offene Diskussion über zentrale Fragen und Thesen der Beiträge (30 Minuten). 
Der Beitrag „Außenseiter“. Geschichten Schwarzer Menschen in Deutschland erschien zuerst auf Historikertag 2025.
LOCATION:Hörsaal 2
END:VEVENT
END:VCALENDAR