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Der Berichtsband erscheint voraussichtlich im Sommer 2009. Wir werden Sie an dieser Stelle weiterhin informieren.
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Vortragstitel:
Kollektives Gedächtnis: eine polnische und eine deutsche Debatte
Tag:
01.10.2008
Epoche:
Neuere/Neueste Geschichte
Sektion:
Kollektives Gedächtnis und Beziehungsgeschichte. Binationale Erinnerungsorte

Abstract:

Kollektives Gedächtnis: eine polnische und eine deutsche Debatte

Referent/in: Robert Traba, Berlin/Warszawa

Ausgangspunkt der Analyse ist die Feststellung, daß bis vor Kurzem die theoretische Reflexion zur Gedächtnisforschung in Polen und Deutschland weitgehend parallel verlief, ohne sich auf eine interaktive Methodendebatte einzulassen. Die Situation ist insofern paradox, daß es viele gemeinsame historische Kontexte gibt, die für eine solche Diskussion eigentlich inspirierend wirken könnten. Damit sei folgende These aufgestellt: Die methodische und kontextuelle Bilateralität enthält erhebliches Potential für eine neues Überdenken des ‚kulturellen Gedächtnisses’.
In einem ersten Teil sollen die in der polnischen Soziologie verwendeten methodologischen Konstruktionsprinzipien der Gedächtnisforschung vorgestellt werden, die in Deutschland unbekannt sind, aber dem deutschen Gedächtnisdiskurs recht nahe stehen.
Sodann wechseln wir in einem zweiten Teil auf der Basis ausgewählter Beispiele von der Ebene theoretischer Überlegungen auf die des aktiven kulturellen Gedächtnisses und zwar mit dem Ziel,
1. das Potential aufzuzeigen, das in der bilateralen Erfahrung von Geschichte steckt,
2. auf die Folgen dessen hinzuweisen, daß es an einer gemeinsamen Reflexion der „bilateralen Erfahrung“ bei der Analyse des kulturellen Gedächtnisses fehlt.
Schließlich wird – anknüpfend an die Eingangsthese – der Versuch unternommen, den innovativen Kern herauszuarbeiten, der in einer (forschenden) Erarbeitung  bilateraler Erinnerunsorte/miejsca pami?ci steckt, und zwar gerade auch für die Bereicherung des allgemeinen Diskurses über das kulturelle Gedächtnis.